Banken streichen Bargeld-Abheben – 1.300 Standorte betroffen

Eine nicht zu erkennende Person hält gerade verschiedene Euro-Scheine wie einen Fächer in den Händen. Offensichtlich hat sie gerade Bargeld abgehoben, denn sie steht vor einem Geldautomaten.
Symbolbild © imago/Rolf Poss

1.300 Standorte sind von dieser Veränderung betroffen: Die Banken streichen das Bargeld-Abheben. Viele Kunden stehen nun vor einem großen Problem und wissen nicht, wie sie jetzt an ihr Bargeld kommen sollen.

Diese Nachricht dürfte vielen Menschen die Sprache verschlagen: Bestimmte Banken streichen nun die Möglichkeit, Bargeld abzuheben. Gerade diejenigen, die auf einen nahegelegenen Standort angewiesen sind, wissen oft nicht mehr, was sie tun sollen.

Immer weniger Möglichkeiten: Betroffene verzweifeln schon

Vor allem ältere Menschen oder Personen, die nicht mobil sind, haben es zunehmend schwer, an ihr Bargeld zu kommen. Zahlreiche Filialen von Sparkassen und anderen Banken haben inzwischen geschlossen, sodass künftig oft längere Wege nötig sind. Zwar ist das Abheben auch in vielen Supermärkten und Discountern möglich, doch meist gilt ein Mindest-Einkaufswert, und die Auszahlung ist auf eine bestimmte Summe begrenzt. Besonders problematisch wird es an Sonn- und Feiertagen oder abends, wenn die Märkte geschlossen haben. Bisher gab es eine weitere Anlaufstelle ohne Mindestbetrag und ohne Auszahlungslimit – doch damit ist jetzt Schluss: 1.300 Standorte beendeten den Service.

Bargeld-Abheben geht nicht mehr: Neuer Service nur bedingt nutzbar

Die Postbank, die Deutsche Bank und andere Banken hatten es bislang in Kooperation mit dem Unternehmen Shell ermöglicht, dass die Kunden hier auch ihr Bargeld abheben konnten. Dabei gab es keinen Mindestwert, für den man einkaufen musste. Und auch der Höchstbetrag beschränkte sich nicht wie bei den Supermärkten und Discountern auf 200 Euro. Doch diese Zusammenarbeit verlängerten die beteiligten Parteien nicht mehr und ließen sie zum 30. Juni dieses Jahres auslaufen. Damit konnten Kunden ab dem 1. Juli auf einmal kein Bargeld mehr an den 1.300 Shell-Standorten abheben.

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Als Begründung nannten die Unternehmen, dass man mit der Zeit gehen und moderner werden müsse. Zuletzt hätten nur noch wenige Kunden dieses Angebot in Anspruch genommen, weshalb man in Zukunft nun komplett darauf verzichten werde. Die Postbank bietet unterdessen eine Alternative an: Über die App der Bank kann man einen QR-Code generieren und mit diesem bei über 12.000 anderen Händlern Geld abheben. Dieser Service erntet jedoch massive Kritik. Denn wer kein Smartphone besitzt oder mit der Technik nicht zurechtkommt, kann den Service gar nicht nutzen. Damit sind die Betroffenen keinen Schritt weiter.