
Um an Bargeld zu kommen, müssen Verbraucher zum Teil weite Wege in Kauf nehmen. Nun schließt eine weitere Bank ihre Automaten. Für Betroffene verschärft sich die Situation zunehmend.
Der nächste Geldautomat liegt mancherorts Kilometer entfernt. Und es wird nicht besser: Auch diese Bank streicht den Bargeldservice kurzerhand.
Schock für Kunden: Bank schließt Automaten endgültig
Nichtsahnend machen sie sich auf den Weg zur Bank, um dort angekommen die große Ernüchterung zu erleben: Viele Kunden wissen nicht, dass immer mehr Geldhäuser ihr Filialnetz verkleinern, und fühlen sich deshalb überrumpelt. In Deutschland gibt es nicht mehr so viele Bankautomaten wie früher. Denn im Bankensektor leiden viele betroffene Unternehmen unter dem Kostendruck. 2018 gab es noch fast 60.000 Automaten bundesweit, heute sind es ungefähr 10.000 weniger.
Experten gehen derzeit davon aus, dass auch in den kommenden Jahren mehr und mehr Banken Standorte schließen werden. Eine stellt den Automatenbetrieb noch im September allmählich ein und fokussiert sich stattdessen unter anderem auf die ausschließliche Kundenberatung.
Kein Bargeldservice mehr verfügbar
Die Oberbank aus Österreich, die bereits seit 1869 existiert, sitzt in Linz. Hierzulande ist die Regionalbank mit insgesamt 46 Filialen vertreten, doch in vielen von ihnen wurde bisher gar kein Bargeldservice für die Kunden angeboten. Demnächst wird es noch schwieriger für Kunden: An den Standorten in Bayern, wo es ihn doch gab, existiert er künftig nicht mehr. Auf diese Weise will das Unternehmen eigenen Angaben nach auf die veränderten Gewohnheiten der Bankkunden eingehen. Denn viele setzen lieber auf das bargeldlose Zahlen im Alltag.
Nun müssen Bargeld-Fans kreativer werden, weil immer mehr Banken ihren Service umstellen. Eine Möglichkeit besteht darin, direkt im Supermarkt Geld an der Kasse ausgezahlt zu bekommen, etwa bei Rewe oder Edeka. Auch Drogerien wie Rossmann bieten Bargeldauszahlungen an. Es ist also nicht das endgültige Aus des Bargelds ‒ und dieses wird in naher Zukunft trotz aller Veränderungen wohl auch nicht kommen. Das bestätigt die Bundesbank. Sie ist davon überzeugt, dass das klassische Zahlungsmittel weiterhin relevant bleibt.














