
An Bargeld zu kommen, wird in Deutschland immer komplizierter. Die Zahl der Automaten hat sich in verschiedenen Städten deutlich reduziert. Doch das ist nicht alles: Auf diese Veränderung müssen sich Kunden jetzt einstellen.
Banken stellen sich zunehmend um. Auch Volksbank-Kunden sind von der Entwicklung betroffen, die von einigen gewohnten Services Abschied nehmen müssen.
Bargeldversorgung: Immer weniger Automaten in deutschen Städten
Deutschland hat heute weniger als 50.000 Bargeldautomaten. Viele Banken passen sich dem Wandel an: Weniger Kunden greifen zu Münzen und Scheinen. Stattdessen wird das digitale Bezahlen über Apps und Karten immer populärer. Das spart den Instituten teure Wartungskosten für Geldautomaten, die oft kaum noch genutzt werden. Gleichzeitig sorgen Sprengungsdelikte und steigende Sicherheitsausgaben für zusätzlichen Druck.
Viele Regionalinstitute wie Volksbanken schließen daher einige ihrer Filialen oder deaktivieren Automaten in ländlichen Gegenden. Dort sinkt die Nachfrage ebenfalls. Experten sehen hier einen klaren Trend: Bis 2030 könnten Tausende Geräte verschwinden, während Supermärkte oder Tankstellen als Notlösungen einspringen.
Kunden aufgepasst: Wo jetzt auch SB-Terminals wegfallen
Unter anderem ist nun auch ein Ort in der Stadt Tuttlingen betroffen: In Möhringen hat die Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar zu Beginn des Jahres 2026 ihren Bargeldautomaten stillgelegt. Als Begründung wird eine insgesamt schwache Nachfrage angegeben. Vor allem für ältere Bewohner des Ortes scheint das eine große Belastung zu sein. Diese müssen jetzt einen weiteren Weg bis zum nächsten Automaten zurücklegen.
Bei der zunehmenden Abschaltung von Bargeldautomaten bleibt es allerdings nicht. So hat etwa die Dortmunder Volksbank sich dafür entschieden, alle Selbstbedienungsterminals abzubauen. Ende Juni 2026 ist bereits Schluss. Demnach haben Kunden nur noch einige Wochen, um den Service zu nutzen. Um den Gesetzesanforderungen zu entsprechen, müsste die Genossenschaftsbank viel Geld für die Aufrüstung der SB-Automaten investieren ‒ ein Schritt, der sich offenbar nicht mehr lohnt. Sämtliche Standorte im Filialnetz sind betroffen, darunter Dortmund, Iserlohn und Hamm. Doch es gibt auch Entwarnung: Bargeld können Kunden weiterhin wie gewohnt abheben, weil die Geldautomaten in Betrieb bleiben.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Westfälischer Anzeiger)














