
Die Zahl der Geldautomaten ist unter 50.000 gesunken. Doch dabei wird es wohl nicht bleiben: Geplante Filialschließungen könnten die Versorgung weiter einschränken. Allerdings gibt es eine Möglichkeit, wie Kunden dennoch an ihr Bargeld kommen.
Spontan Bargeld abzuheben, ist für viele Bankkunden eine Herausforderung. Seit Jahren schrumpft die Zahl der Automaten. Wer ländlich lebt, hat es besonders schwer.
Versorgung mit Bargeld wird zunehmend schwieriger
Bargeld gibt es noch – es in die Hände zu bekommen, gestaltet sich jedoch immer komplizierter. Im Rahmen des digitalen Wandels greifen Verbraucher häufiger zu Mobile-Payment und Karte. Weil sich das Verhalten der Kunden geändert hat und zugleich hohe Betriebsausgaben viele Banken belasten, haben sie ihren Kurs angepasst: Sie schalten immer mehr Bankautomaten ab. Hinzu kommt die Verkleinerung der Filialnetze, was die Versorgung ebenfalls zunehmend einschränkt. Dass die Geräte immer wieder gesprengt werden, trägt zusätzlich zum zunehmenden Abbau bei.
Zahl der Geldautomaten liegt bei unter 50.000
Nach Angaben der Deutschen Bundesbank hat sich die Zahl der Automaten deutschlandweit spürbar reduziert. 2024 gab es demnach nur noch 49.750 Geräte. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 hatten Verbraucher Zugang zu über 60.000 Bankautomaten. Insbesondere Bankkunden, die ländlich wohnen, müssen nun mit weniger Bargeldstandorten auskommen. Die Bundesbank bestätigt den steigenden Aufwand für Bürger, welcher mit den strukturellen Veränderungen in der Finanzbranche einhergeht.
Eine Möglichkeit, um auch ohne Automaten an Bares zu kommen, gibt es allerdings: Viele Discounter und Supermärkte bieten mittlerweile einen eigenen Bargeld-Service für Verbraucher an. Kunden können sich zumeist bis zu 200 Euro auszahlen lassen. In vielen Fällen ist ein Mindestumsatz von fünf bis zehn Euro Voraussetzung – um einen kleinen Einkauf im Markt kommt man also nicht immer herum. Neben Aldi, Rewe und Co. zahlen auch Drogerien wie dm und Müller Bargeld aus. Wie viele Bankautomaten in einigen Jahren noch in Deutschland stehen werden, lässt sich derzeit nicht genau abschätzen. Ganz soll das traditionelle Bargeld hingegen nicht aus dem Alltag der Menschen verschwinden – auch wenn digitale Bezahlmethoden und Kartenzahlungen zunehmend dominieren.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Bundesbank, Bundeskriminalamt, Initiative Deutsche Zahlungssysteme e. V.)














