
Auch wenn sich die zukünftigen Generationen wie in Science-Fiction-Filmen etwas anderes erhoffen, bleibt das Bargeld bei den Deutschen immer noch die beliebteste Zahlungsmethode. Dies zeigt nun eine Umfrage.
Obwohl einige Zwischenumfragen im letzten Jahr etwas anderes ergaben, sind die Werte in diesem Jahr wieder gestiegen. Und das zeigt: Bargeld bleibt bei den Deutschen die beliebteste Zahlmethode.
Zukunft setzt auf neues Zahlungsmittel – Kaum jemand kennt es
In diesem Jahr soll sich entscheiden, wie es mit dem digitalen Euro endlich weitergeht. Schon seit Jahren arbeitet die EU an dieser Währung. Nach den Angaben der Vereinigung gehe es dabei jedoch nicht um die Abschaffung des Bargeldes, sondern um eine alternative Zahlungsmethode, die die EU unabhängiger von US-amerikanischen Bezahldiensten machen soll. Denn die Mehrheit der Kredit- und Kartenabrechnungen würde über Visa und Mastercard laufen und damit in amerikanischer Hand liegen.
Eine Umfrage zeigt jedoch, dass mit 33 Prozent etwa ein Drittel der EU-Bürger noch nie etwas vom digitalen Euro gehört hat. Dennoch verfolgt die EU dieses Ziel mit Nachdruck, sodass eine Einführung für 2029 sogar sehr wahrscheinlich werden könnte.
Bargeld bei Deutschen: „Zahlen am liebsten mit Scheinen und Münzen“
Doch auch ohne den digitalen Euro gibt es verschiedene Möglichkeiten, um nicht mit Bargeld zahlen zu müssen. Umfragen zeigen jedoch, dass vorwiegend die jüngeren Generationen auf EC-Kartenzahlung oder sogar auf Zahlung mit Smartphone oder Smartwatch zurückgreifen.
Und dennoch ist die Zahl derjenigen, die mit Scheinen und Münzen zahlen, im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen. Dies gilt jedoch nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere deutschsprachige Länder wie Österreich oder die Schweiz. Etwa 2.000 Menschen wurden in Deutschland nach der von ihnen am meisten genutzten Zahlungsmethode befragt. 73 Prozent gaben Bargeld an. Mit 71 Prozent zahlen in Österreich die meisten ebenfalls mit Scheinen und Münzen. In der Schweiz nutzen dieses Zahlungsmittel zwar deutlich weniger Menschen, jedoch mit 61 Prozent immer noch vergleichsweise viele Bürger. Auch wenn in den skandinavischen Ländern fast ein Viertel komplett ohne Bargeld auskommt, scheint es wohl so, als stünde das Bargeld noch lange nicht vor dem Aus.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, YouGov, BearingPoint)














