
Eine weitere Baumarkt-Kette meldet Insolvenz an und zeigt damit einmal mehr das Problem auf, das in der Branche derzeit vorherrscht. Über 2.900 Mitarbeiter an rund 70 Standorten in Deutschland sind betroffen.
Einmal mehr erwischt die Pleitewelle eine Baumarkt-Kette, die nun Insolvenz angemeldet hat. Mit knapp 3.000 Mitarbeitern an ca. 70 Standorten bangen wieder einmal viele Menschen um ihren Job bei einem großen Arbeitgeber.
Die nächste Baumarkt-Kette in Schwierigkeiten: Branche kämpft mit massiven Problemen
Mit der Fachmarkt- und Baumarktkette Hammer verließ ein großes Unternehmen die Bühne und musste alle Filialen schließen. Inzwischen wurden alle 87 Standorte geschlossen. Für die letzten 21 erfolgte im Mai dieses Jahres das endgültige Aus. Und auch sonst gibt es keine Filialen oder sonstigen Verkäufe mehr. Hammer ist damit endgültig in Deutschland Geschichte. Dieses Beispiel zeigt eindeutig, wo die Probleme der Branche eigentlich liegen. Zwar gab es bei Hammer auch technische Störungen und Anlaufschwierigkeiten nach der Übernahme durch einen neuen Eigentümer. Allerdings gab es auch branchenübliche Probleme.
Baumarkt-Kette meldet Insolvenz an: So soll es jetzt weitergehen
Die Schwierigkeiten der Baumarkt-Kette Hellweg aus Dortmund hatte bereits im letzten Jahr begonnen. So beobachten Experten allgemein die Zurückhaltung bei den Kunden. Was während der Corona-Pandemie noch funktionierte und den Baumärkten ein großes Umsatzplus bescherte, hat sich nun wieder ins Gegenteil verkehrt. Während der Pandemie blieben die Menschen zuhause und konnten sich um Renovierungsarbeiten und die Gartengestaltung kümmern. Laut Branchenkennern sei dies nun nicht mehr der Fall. Aufgrund der Inflation, der gestiegenen Preise sowie der massiven Verbraucher-Unsicherheit büßt die ganze Branche gewaltig an Umsätzen ein. Bereits im letzten Jahr hat Hellweg acht Filialen geschlossen.
Nun hat das Amtsgericht Essen dem Insolvenzantrag auf Eigenverwaltung stattgegeben. Somit bleibt die Geschäftsführung im Amt, hat sich jedoch zwei Sanierungsexperten hinzugeholt. Die 2.900 Angestellten in den bundesweit 68 Standorten bekommen von der Bundesagentur für Arbeit für die nächsten drei Monate ihre Löhne und Gehälter. Bislang schließt keine Filiale, und der Betrieb wird wie gewohnt weitergeführt. Nun bangen sie, wie es für sie in Zukunft weitergehen wird.
(Quellen: dpa, Hellweg, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














