Befällt Hunde: Gassi gehen an deutschen Feldern wird zur Gefahr

Ein Mann spaziert bei sonnigem Wetter mit seinem Hund einen Feldweg entlang. Links wachsen grüne Felder, rechts stehen Bäume. Die Landschaft wirkt ruhig, ländlich und sommerlich idyllisch.
Symbolbild © istockphoto/Ivar Østby Simonsen

Für viele Deutsche gehört es zur Routine: Das Gassigehen mit dem Hund, am liebsten im Wald, dem Stadtpark oder auf dem Feldweg. Doch für die Vierbeiner kann der Spaziergang in bestimmten deutschen Regionen gefährlich enden.

Hunde zählen in Deutschland zu den beliebtesten Haustieren. Die Vierbeiner brauchen regelmäßig Auslauf. Doch das Gassigehen kann in bestimmten Regionen zur Gefahr werden.

So beliebt sind Hunde bei den Deutschen

Die Deutschen sind im internationalen Vergleich sehr tierlieb. Hunde gehören dabei seit Jahrzehnten zu den häufigsten und beliebtesten Haustieren. Im Jahr 2024 lebten in deutschen Haushalten nach Angaben des Marktforschungsinstituts Skopos rund 10,5 Millionen Hunde, die in 21 Prozent der Haushalte gehalten wurden. Allerdings blieben Katzen mit rund 15,9 Millionen das insgesamt beliebteste Heimtier. Es gab außerdem 4,3 Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster. Ziervögel wie Sittiche und Kanarienvögel waren mit einer Zahl von 3,2 Millionen ebenfalls weit verbreitet.

Die Hundehaltung ist allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe, die Bürger nicht unterschätzen sollten. Immer wieder werden Hunde unüberlegt angeschafft und wieder an Tierheime abgegeben, weil Halter überfordert sind. Ein Punkt, der oft nicht beachtet wird, sind die Haltungskosten. Denn Hunde verursachen nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch im Alltag erhebliche Kosten. Im Tierheim liegen Anschaffungskosten zunächst meist zwischen 200 und 300 Euro, während ein Welpe vom Züchter 600 bis über 1.500 Euro kosten kann.

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Gassi gehen wird zur Gefahr: Hier müssen Besitzer aufpassen

Nach der Anschaffung fallen monatlich mindestens 25 bis 50 Euro für Futter an. Dazu kommen Ausgaben für Tierarzt, Hundesteuer, Versicherung und Ausstattung. Je nach Rasse, Größe und Gesundheitszustand können die Gesamtkosten deutlich höher ausfallen. Zudem sollten Besitzer bei der Auswahl der Rasse überlegt vorgehen und bei Kampfhunden oder Rassen mit viel Temperament vorsichtig vorgehen. Eine Überlegung wert ist auch eine vegane Ernährung für Hunde.

In einer deutschen Region wird nun das Gassigehen zur Gefahr: In Nordrhein-Westfalen schlagen Tierärzte Alarm, weil sogenannte Grannen – kleine borstenartige Pflanzen, die über Widerhaken verfügen – sich ausbreiten. Sie können sich tief ins Fleisch bohren und Entzündungen verursachen. Hundebesitzer sollten nach Spaziergängen in hohen Wiesen oder Feldern das Fell, die Pfoten, Ohren und die Nase ihres Tieres sorgfältig untersuchen. Bei Anzeichen wie Humpeln, Lecken oder Niesen ist eine schnelle tierärztliche Untersuchung wichtig. Spaziergänge in gefährdeten Gebieten sollten nach Möglichkeit vermieden werden, um Verletzungen vorzubeugen.