
Für viele Menschen ist die GEZ-Gebühr ein echtes Ärgernis, das sich jedoch nur selten umgehen lässt. Doch es gibt Tipps, wie man ihr doch entkommt. Man muss nur wissen, wo man ansetzt.
Die GEZ-Gebühr ist für viele Haushalte in Deutschland eine feste monatliche Belastung. Aktuell liegt sie bei 18,36 Euro pro Monat – das summiert sich auf über 220 Euro im Jahr. Doch was viele nicht wissen: Unter bestimmten Voraussetzungen können sich einige Menschen von dieser Zahlung befreien.
So umgeht man die Zahlung
Der wichtigste Punkt vorneweg: Die Befreiung von der GEZ-Gebühr passiert nicht automatisch. Wer Anspruch hat, muss selbst aktiv werden und einen Antrag beim Beitragsservice stellen. Ohne Antrag bleibt die Zahlungspflicht bestehen – selbst dann, wenn eigentlich ein Anspruch vorliegt. Eine Befreiung von der GEZ-Gebühr ist vor allem für Menschen mit niedrigem Einkommen vorgesehen. Insbesondere betrifft das Personen, die staatliche Sozialleistungen wie Bürgergeld oder Grundsicherung im Alter beziehen. Auch Personen, die Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, können sich in der Regel befreien lassen.
Wichtig zu wissen ist dabei, dass diese Befreiung immer nur für einen bestimmten Zeitraum gilt. Danach muss sie erneut beantragt werden. Wer das vergisst, riskiert, wieder zur Zahlung verpflichtet zu werden. Ein weiterer oft unterschätzter Fakt: Der Rundfunkbeitrag wird pro Wohnung erhoben. Das bedeutet, dass in einer WG oder Familie nur einmal gezahlt werden muss, unabhängig von der Anzahl der Bewohner. Allerdings gilt auch, dass alle Bewohner einer Wohnung die Voraussetzungen für eine Befreiung erfüllen müssen.
Darauf muss man jetzt achten
Neben den klassischen Fällen gibt es auch eine sogenannte Härtefallregelung. Diese greift, wenn das Einkommen zwar knapp über den Grenzen für Sozialleistungen liegt, aber dennoch nicht ausreicht, um die GEZ-Gebühr zu zahlen.
Ein häufiger Fehler ist, dass viele Menschen das gar nicht wissen und deshalb jahrelang unnötig zahlen. Dabei können Beiträge unter Umständen sogar rückwirkend erstattet werden. Ein genauer Blick lohnt sich also auf jeden Fall.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio)














