Behörde warnt: Bäume kippen plötzlich im deutschen Wald um

Zwei Senioren fahren auf dem Fahrrad einen Waldweg entlang. Rechts und links wachsen verschiedene Kiefern und einige Birkenbäume. Es scheint ein warmer Tag zu sein, denn die älteren Leute tragen kurze Hosen.
Symbolbild © istockphoto/Nadezhda1906

Waldspaziergänger und Wanderer sollten nun unbedingt aufpassen, denn die Behörden warnen. Bäume kippen plötzlich im deutschen Wald um und stellen die Forscher vor große Rätsel. Nach oben schauen und vorsichtig gehen sollten jetzt alle, die im Wald unterwegs sind, beherzigen.

Vor allem jetzt zu Beginn des Herbstes lockt es viele Menschen in der Bundesrepublik nach draußen in die Wälder. Doch hier droht eine Gefahr, vor der Behörden warnen. Bäume können plötzlich unvorhergesehen in einem deutschen Wald einfach umkippen.

Wenn die Idylle trügt – Spaziergänge mit Risiko

Die Wälder Nordrhein-Westfalens zeigen sich derzeit von ihrer goldenen Seite: Rot gefärbtes Laub, kühle Luft und sanft raschelnde Blätter locken viele Besucher hinaus. Doch mitten in dieser Idylle lauert eine unsichtbare Gefahr, die den Spaziergang schnell gefährlich machen kann. Besonders im Cappenberger Wald bei Lünen berichten Förster und Experten von ungewöhnlichen Vorfällen. Mehrere Eschen sind dort so stark geschwächt, dass sie unvermittelt kippen könnten. Auffällig: Von außen wirken die Stämme oft noch stabil.

Verantwortlich dafür ist kein Sturm und auch kein Blitzschlag, sondern ein winziger Eindringling. Das feuchte Wetter der letzten Wochen hat seine Ausbreitung begünstigt – und genau das macht die Situation nun brisant. Spaziergänger sollten aktuell Warnschilder ernst nehmen und vor allem nach stärkeren Regenfällen Waldwege meiden, die nahe an Eschengruppen vorbeiführen. Experten raten zudem, bei Windböen generell Abstand zu Bäumen zu halten, da auch scheinbar gesunde Exemplare umstürzen können.

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Befall in NRW-Wäldern: Was wirklich dahintersteckt

Die eigentliche Ursache ist ein Pilz mit sperrigem Namen: Falsches Weißes Stengelbecherchen. Vor über zehn Jahren aus Ostasien eingeschleppt, befällt er Eschen und sorgt für das sogenannte Eschentriebsterben. Das Holz wird innerlich zersetzt – der Baum bricht von heute auf morgen. Im Cappenberger Wald müssen deshalb großflächige Fällarbeiten durchgeführt werden. Hiesige Förster rechnen allein dieses Jahr mit rund 200 betroffenen Bäumen, die aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Ganze Waldstücke sind vorübergehend abgesperrt, doch nicht jeder Spaziergänger nimmt diese Warnungen ernst – und bringt sich damit in Lebensgefahr.

Noch problematischer wird die Lage durch den Eschenbastkäfer, der kranke Bäume zusätzlich schwächt. Ein Zusammenspiel, das die Ausbreitung beschleunigt und kaum zu stoppen ist. Fachleute betonen, dass bislang keine wirksamen Mittel gegen die Krankheit existieren. Wer Holz für Kamin oder Ofen nutzt, sollte kein befallenes Eschenholz aus dem Wald mitnehmen. Es kann Sporen weiterverbreiten. Stattdessen empfiehlt es sich, auf regional geprüfte und zugelassene Holzlieferanten zurückzugreifen.