
Und erneut steigen die Beiträge. Die Krankenkasse wird für Millionen Deutsche teurer. Damit müssen viele Versicherte ihre Ausgaben nun noch besser im Blick behalten. Das ruft Kritiker auf den Plan.
Wieder steigen die Beiträge und viele Bürger fragen sich, wie es weitergehen soll. Die Krankenkasse wird wieder einmal für Millionen Deutsche teurer. Dabei haben bereits so viele Menschen eine hohe Kostenlast im Alltag zu tragen.
Krankenkasse: Übernahme der Gesundheitskosten der Versicherten
Krankenkassen sind Organisationen, die die Gesundheitskosten ihrer Versicherten übernehmen und dadurch den Zugang zu medizinischer Versorgung erleichtern. Sie tragen je nach Vertrags- und Leistungsumfang Ausgaben für Arztbesuche, Medikamente, Krankenhausbehandlungen und viele Versorgungsleistungen. In Deutschland gibt es neben den gesetzlichen auch private Krankenkassen, die sich hinsichtlich der Finanzierung und der Leistungen unterscheiden. Über 90 Prozent der deutschen Bevölkerung sind krankenversichert, sodass lediglich ein geringer Teil nicht krankenversichert ist. Mehr als 74 Millionen Menschen sind Teil der gesetzlichen Krankenkasse. Weil die Beiträge nun steigen, wird die Krankenkasse zukünftig für Millionen Deutsche jedoch teurer.
Höhere Beträge: Stabilisierung der angespannten finanziellen Lage der Krankenkassen
Um die angespannte finanzielle Lage der Krankenkassen zu stabilisieren, ist laut einem Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums geplant, dass Gutverdiener künftig höhere Beiträge leisten. Gesundheitsministerin Nina Warken beabsichtigt dafür die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze, die 2027 einmalig um etwa 300 Euro steigen soll. Derzeit liegt diese Grenze bei etwa 5.800 Euro brutto im Monat, sodass die Beiträge bis zu diesem Betrag entsprechend gestaffelt sind. Liegt der monatliche Bruttoverdienst höher, werden keine zusätzlichen Beiträge erhoben. Die Anhebung dieser Grenze soll Mehreinnahmen von jeweils etwa 1,2 Milliarden Euro von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bringen, die sich die Krankenkassenbeiträge teilen. Der Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums sieht jedoch noch weitere Maßnahmen vor.
So ist auch geplant, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern zu begrenzen und die Zuzahlung für verschreibungspflichtige Arzneien zu erhöhen. Außerdem sieht der Entwurf vor, homöopathische Leistungen aus dem Katalog der Kassenleistungen zu streichen, da ein nützlicher Effekt der Homöopathie nicht wissenschaftlich belegt ist. Es ist darüber hinaus beabsichtigt, das Krankengeld und das Kinderkrankengeld um jeweils 5 Prozentpunkte zu kürzen. Mit diesen Beitragssteigerungen und Erhöhungen wird die Krankenkasse für Millionen Deutsche um einiges teurer. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Versorgung nicht verschlechtert und sich die Leistungen für die Versicherten noch spürbar lohnen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, t-online, dpa, Reuters)














