Bergwerk: Besonderer Weihnachtsmarkt findet unter der Erde statt

Menschen steigen in einer Tropfsteinhöhle eine Treppe nach oben. Auch ein an den Seiten abgesperrter Weg führt die Touristen durch die Höhle, damit sich jeder von diesem Naturphänomen ein eigenes Bild machen kann.
Symbolbild © imago/Arnulf Hettrich

Tief unter der Erde wird es im Dezember festlich: In NRW verwandelt sich ein echtes Trainingsbergwerk in einen außergewöhnlichen Weihnachtsmarkt mit Glühweinduft, Lichterglanz und echter Bergwerksatmosphäre.

Zwischen Fels, Stahl und Lichterglanz: In NRW verwandelt sich ein Bergwerk in ein unterirdisches Weihnachtsparadies – siebzehn Meter unter der Erde.

Weihnachtsglanz tief unter Tage

Wo früher Bergleute schwitzten und Maschinen ratterten, werden Mitte Dezember Plätzchenduft, Glühwein und funkelnde Dekoration einziehen. Das Trainingsbergwerk in Recklinghausen öffnet am dritten Adventswochenende wieder seine Stollen – und lädt zu einem der wohl außergewöhnlichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands ein. Die Besucher steigen rund siebzehn Meter tief hinab in die künstlich angelegten Bergwerksgänge der ehemaligen Zeche Reinoldi in Hochlarmark. Was sie erwartet, ist keine gewöhnliche Budenlandschaft. Stahlträger, massive Felsen und echtes Bergbaugerät bilden die Kulisse für etwa fünfzig Stände mit Kunsthandwerk, regionalen Spezialitäten und natürlich jeder Menge süßer Versuchungen.

Kinderaktionen sorgen dafür, dass auch die jüngsten Gäste staunen können. Geöffnet wird am Samstag, 13. Dezember, von 12 bis 20 Uhr und am Sonntag, 14. Dezember, von 12 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen fünf Euro Eintritt, während Kinder unter vierzehn Jahren gratis hinabfahren dürfen.

Deutschlands außergewöhnliche Weihnachtsmärkte

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Das Trainingsbergwerk Recklinghausen ist ein authentischer Nachbau eines echten Grubenbetriebs. Bereits im vergangenen Jahr war der Ansturm enorm, und nun hat man das Angebot erweitert. Mehr Stände, mehr Platz, noch mehr Lichterzauber. Wer danach noch nicht genug Weihnachtsstimmung getankt hat, findet in NRW weitere ausgefallene Märkte: In Bad Sassendorf etwa dreht sich ein Weihnachtsmarkt ganz um Hunde – inklusive Trainings, Fotoshootings und Spendenaktion fürs Tierheim.

Im rheinland-pfälzischen Vettelschoß lockt zudem ein britisch angehauchter Adventsmarkt mit Scones, Fish and Chips und britischem Pub-Feeling. Deutschland liebt seine Weihnachtsmärkte – mehr als 2.500 gibt es bundesweit. Tatsächlich handelt es sich bei dem Budenzauber um eine jahrhundertealte Tradition, denn Vorläufer reichen bis ins Mittelalter zurück. Als der Dresdner Striezelmarkt im Jahr 1434 zum ersten Mal öffnete, hatte er wenig mit dem heutigen Markt zu tun. Er dauerte nur einen Tag – und zu kaufen gab es nicht Glühwein, sondern Fleisch. Die Bürger konnten hier ihren Festbraten für die nächsten Tage aussuchen. Allmählich verlängerte man die Öffnungszeiten, wobei auch Kunsthandwerker, Korbflechter, Bäcker und Spielzeugmacher ihre Waren anboten.

(Quellen: Trainingsbergwerk Recklinghausen e.V., Regionalverband Ruhr (RVR), Ruhr24, eigene Recherche der ka-insider-Redakteure)