
Traurige Nachrichten für deutsche Innenstädte: Eine berühmte Mode-Kette ist insolvent. Der Einzelhändler kämpft schon seit Längerem mit finanziellen Schwierigkeiten und scheint den Schritt der Insolvenzanmeldung nicht mehr vermeiden zu können.
In vielen deutschen Innenstädten kämpfen Geschäfte mit hohen Mieten und weniger Kunden. Der Trend zum Online-Shopping scheint unaufhaltsam. Nun wird bekannt, dass eine weitere, berühmte Mode-Kette insolvent ist.
Berühmte Mode-Kette insolvent: So stark leiden die deutschen Innenstädte
Online-Shopping, Lieferservice für Essen und Remote Work: Die deutschen Innenstädte leiden seit der Corona-Pandemie unter stark rückläufigen Umsätzen und Besucherzahlen. Während der zunehmende Versandhandel stationären Geschäften die Kunden abwirbt, fehlt Restaurants das klassische Mittagsgeschäft, da immer mehr Arbeitnehmer im Home-Office bleiben. Auch der Modeeinzelhandel steckt seit Längerem in der Krise. Eine berühmte Mode-Kette ist jetzt insolvent.
Der Mode-Einzelhandel scheint dabei besonders betroffen zu sein. Aufgrund von Inflation und unsicherer wirtschaftlicher Lage, gestörten Lieferketten durch die Corona-Pandemie und steigenden Rohstoffpreise leidet die Branche. Gleichzeitig führt der Boom von günstigen Online-Anbietern wie Shein oder Temu, die Zwischenhändler umgehen und extrem billige Mode anbieten, zu einem starken Konkurrenzdruck. Zwar wächst das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, doch für viele Konsumenten bleibt der günstigere Preis derzeit wichtiger, was die Krise weiter verschärft.
Traurige Neuigkeiten: Diese berühmte Mode-Kette ist nun insolvent
Die Zahl der Geschäfte in deutschen Innenstädten sinkt aufgrund all dieser Entwicklungen stetig. Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt vor schwerwiegenden Folgen wie einer Verödung der Stadtkerne und „Geisterstädten“. Neben Insolvenzen großer Traditionshäuser verschärfen wirtschaftliche Unsicherheiten die Krise. Erst kürzlich gab ein Industriebetrieb mit langer Tradition die Insolvenz bekannt.
Jetzt ist eine weitere, berühmte Mode-Kette insolvent. Der Herrenmode-Händler Wormland hat nur ein Jahr nach der Rettung erneut Insolvenz angemeldet, da er hohe Mieten in Innenstadtlagen nicht mehr durch die Umsätze decken kann. Der Betrieb in den neun Filialen läuft vorerst weiter, und die Gehälter von rund 250 Mitarbeitenden sind für drei Monate durch Insolvenzgeld gesichert. Nun soll zunächst ein Investorenprozess gestartet werden. Bereits Anfang 2024 ging Wormland in Insolvenz, wobei die Gründe unter anderem hohe Betriebskosten, Inflation und gestiegene Kosten für Miete und Logistik waren.
(Quellen: Wormland, Amtsgericht Osnabrück, Lengermann & Trieschmann, dpa)














