
Tiere im Garten können manchmal mehr Aufmerksamkeit erregen, als man denkt. Eine invasive Art breitet sich aktuell rasant aus – und für bestimmte Funde gibt es jetzt sogar Belohnungen.
Ein surrendes Insekt im Garten sorgt derzeit für Aufsehen. Wer genau hinschaut, könnte auf einen seltenen Fund stoßen – und damit sogar Geld verdienen.
Alarm in NRW: Die unscheinbare Gefahr aus Asien
Experten schlagen Alarm: Die Asiatische Hornisse breitet sich in Nordrhein-Westfalen rasant aus. Während im Jahr 2022 gerade einmal neun Funde registriert wurden, waren es 2025 bereits mehr als 7.300 gemeldete Sichtungen. Das Problem: Die invasive Art hat es besonders auf Honigbienen abgesehen. Die Hornissen lauern gezielt vor Bienenstöcken, fangen die Tiere im Flug und setzen ganze Bienenvölker unter Druck. Für Imker wird die Ausbreitung deshalb zunehmend zur Herausforderung.
Um die Folgen einzudämmen, setzt das Land NRW nun auf finanzielle Anreize. Für die Entfernung eines leicht zugänglichen Primärnests werden 150 Euro gezahlt. Wer ein großes Nest in einer Baumkrone beseitigen lässt, kann sogar mit 300 Euro rechnen. Zusätzlich gibt es Zuschüsse von bis zu 2.000 Euro für professionelle Absaugtechnik, die bei der Bekämpfung der Art eingesetzt wird.
Gelbe Beine verraten den Eindringling
Die Behörden warnen jedoch ausdrücklich davor, Nester ohne entsprechende Ausbildung eigenständig zu entfernen. Stattdessen soll man Sichtungen über das Neobiota-Portal des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) melden. Erkennen lässt sich die Asiatische Hornisse unter anderem an ihren auffälligen gelben Beinen. Zudem ist sie etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse. Für Menschen besteht dabei kein Grund zur Panik. Die Asiatische Hornisse gilt nicht als gefährlicher als ihre europäische Verwandte.
Sie verhält sich normalerweise friedlich und sticht meist nur, wenn sie ihr Nest verteidigt. Zwar ist ein Stich schmerzhaft, er ist jedoch nicht giftiger als der einer Biene oder Wespe. Treten nach einem Stich allerdings Beschwerden wie Schwindel, Atemnot oder Herzrasen auf, sollte umgehend ein Rettungswagen alarmiert werden. Solche Symptome können auf eine allergische Reaktion hindeuten. Eine vollständige Ausrottung der Asiatischen Hornisse gilt inzwischen als unrealistisch. Seit Anfang 2025 wird die Art offiziell als in Deutschland etabliert eingestuft. Ziel der Behörden ist daher vor allem, ihre weitere Ausbreitung zu bremsen und die Auswirkungen auf die heimische Tierwelt möglichst gering zu halten.
(Quellen: LANUK NRW, NABU NRW, Bundesamt für Naturschutz, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














