Bestimmtes Insekt im Garten – Bundesland zahlt bis zu 2.000 Euro

Eine Frau fährt ihre Schubkarre durch den Garten. Diese ist befüllt mit Pflanzen, die sie offenbar einpflanzen möchte. Der Garten ist gepflegt, der Rasen gemäht und die Hecken sauber in Form geschnitten. Alles erstrahlt in sattem Grün.
Symbolbild © istockphoto/John Keatley

Die Asiatische Hornisse breitet sich in Nordrhein-Westfalen immer schneller aus. Das Land reagiert nun mit neuen Fördermaßnahmen. Bürger, Kommunen und bestimmte Einrichtungen können künftig finanzielle Unterstützung erhalten. In einzelnen Fällen sind Zuschüsse von bis zu 2.000 Euro möglich.

Die Asiatische Hornisse gilt seit Jahren als Gefahr für die heimischen Ökosysteme. Besonders Imker schlagen Alarm, da die Tiere gezielt Honigbienen jagen und ganze Bienenvölker schwächen können. Im Gegensatz zur heimischen Hornisse tritt die invasive Art oft in größeren Gruppen auf und breitet sich rasant aus. Jetzt zahlt ein Bundesland bis zu 2.000 Euro an seine Bürger.

Hilfe aus der Bevölkerung: Bundesland zahlt bis zu 2.000 Euro

In Nordrhein-Westfalen werden inzwischen immer mehr Nester entdeckt, auch in Wohngebieten, Gärten oder an Gebäuden. Das Land NRW will deshalb stärker gegen die Ausbreitung vorgehen. Mit dem neuen Förderkonzept sollen die Kosten abgefedert werden, die bei der Entfernung größerer oder schwer erreichbarer Nester entstehen. Denn gerade Einsätze in hohen Bäumen, an Hausfassaden oder auf öffentlichen Flächen können schnell teuer werden. Die Fördergelder von bis zu 2.000 Euro sollen sicherstellen, dass betroffene Eigentümer nicht aus Kostengründen auf eine Entfernung verzichten.

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Nicht jedes Nest darf einfach eigenständig beseitigt werden. Fachleute warnen davor, die Tiere ohne Schutzausrüstung oder Erfahrung zu entfernen. Einerseits können Asiatische Hornissen aggressiv reagieren, wenn sie ihr Nest bedroht sehen. Andererseits besteht die Gefahr, die Art falsch zu bestimmen. Denn die heimische Hornisse steht weiterhin unter Schutz und darf nicht bekämpft werden.

Mithelfen und abkassieren – Insekt im Garten melden

Die Asiatische Hornisse lässt sich unter anderem an ihrem dunklen Körper, den gelben Beinenden und einem deutlich kleineren gelben Bereich am Hinterleib erkennen. Ihre Nester befinden sich häufig hoch in Bäumen, teilweise aber auch an Gebäuden oder in Hecken. Experten raten dazu, verdächtige Sichtungen an die zuständigen Behörden oder Meldestellen weiterzugeben. Die Ausbreitung dieser invasiven Art beschäftigt inzwischen mehrere Bundesländer.

Durch mildere Winter und günstige Bedingungen konnte sich die Asiatische Hornisse in den vergangenen Jahren deutlich schneller verbreiten als ursprünglich erwartet. Besonders betroffen sind Regionen im Westen Deutschlands. Mit den neuen Zuschüssen will Nordrhein-Westfalen nun verhindern, dass sich die Population weiter unkontrolliert ausbreitet. Für viele Bürger bedeutet das erstmals auch direkte finanzielle Unterstützung.

(Quellen: eigene Recherche der Redaktion, Ministerium NRW, NABU, LANUK)