
Das Zähnefletschen und Knurren gelten als typische Alarmsignale. Bevor ein Hund angreift, gibt es allerdings ein weiteres Zeichen, das die Aggression des Hundes bereits vor diesen Warnhinweisen verrät. Worauf zu achten ist und wie man richtig reagiert.
Vorsicht: Nicht jeder Hundefreund kennt dieses Zeichen des Vierbeiners. Es handelt sich um ein nicht zu unterschätzendes Vorzeichen für aggressives Verhalten.
Jedes Jahr: Tausende Bissverletzungen durch Vierbeiner
Etwa 30.000 bis 50.000 Mal jährlich ‒ so oft kommt es in Deutschland schätzungsweise zu Beißattacken. Hunde greifen statistisch gesehen mit Abstand am häufigsten an. Klar ist allerdings auch: Die meisten Vierbeiner sind friedliche Begleiter im Alltag. Dass die besten Freunde des Menschen manchmal dennoch zubeißen, kann unterschiedliche Gründe haben. Neben der Erziehung spielen auch Erfahrungen des jeweiligen Hundes eine wichtige Rolle. Fühlt sich das Tier zum Beispiel bedroht oder hat es selbst Gewalt und Traumata erlebt, kann es zu unvorhersehbaren Situationen kommen.
Bevor der Hund angreift: So verhält er sich
Nicht selten begünstigt eine fehlende Sozialisation solche Vorfälle. Was nicht jeder Hundehalter weiß: Schon vor dem Zähnefletschen und Bellen zeigen einige der Fellnasen, dass sie gleich angreifen werden. Dabei kann es sich um einen Angriff auf ein anderes Tier oder auch auf Menschen handeln. Die wohl wichtigste Rolle spielt die Körpersprache des Hundes als subtiles Signal, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wird der Vierbeiner plötzlich auffallend ruhig, sollte man auf den Blick achten: Wenn der Hund sein „Objekt“ jetzt auch noch stark fixiert, ist Vorsicht geboten. Es kann sich um ein ernstzunehmendes Vorbereitungssignal handeln.
Greift der Hund an, sind Halter dazu angehalten, bestimmt und ruhig einzugreifen, um das Opfer zu schützen. Wichtig ist, sofort die Leine zu sichern und selbst nicht in Hektik zu verfallen. Andernfalls kann es zu unkontrollierten Bissverletzungen kommen. Wer selbst angegriffen wird, soll laut Hundetrainern nicht weglaufen, weil es das Jagdverhalten zusätzlich provozieren könnte. Stattdessen gilt auch hier, hektische Bewegungen zu vermeiden und den Hund nicht anzustarren. In absoluter Notwehr ist es zudem rechtlich erlaubt, das Tier bei Bedarf mit einem Tritt abzuwehren. Allerdings gilt das nur, wenn tatsächlich eine Verletzung droht und nicht aus reiner Angst vor Hunden, die nicht angreifen. Wenn der Hund bereits flieht, darf man zudem nicht nachschlagen.
(Quellen: Bundestierärztekammer, Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz)














