Bezahl-Wende: Deutsche zahlen wohl immer seltener mit Bargeld

Auf einer nicht zu erkennenden Unterlage liegen mehrere 100-Euro-Scheine wie ein Fächer übereinander. Diese sind mithilfe von Schleifenband in unterschiedlichen Farben zu einem Geschenk zusammengebunden. Daneben liegen jeweils rechts und links eine rote glitzernde Christbaumkugel.
Symbolbild © imago/mhphoto

Verbraucher greifen in Deutschland offenbar immer seltener zu Bargeld. Aktuelle Studienergebnisse bestätigen nun den Trend: Im Jahr 2025 haben sich Millionen Menschen gegen das klassische Zahlungsmittel beim Einkaufen entschieden.

Wer heute lieber zur Karte als zum Schein greift, ist nicht allein. Aktuelle Auswertungen belegen den Trend, dass traditionelles Bezahlen immer weiter in den Hintergrund rückt.

Kartenzahlungen und mobiles Bezahlen im Trend

Bargeld ist greifbar, bietet vielen ein Gefühl der Sicherheit und fungiert vordergründig in Krisenzeiten als wichtige Reserve. Allerdings muss das traditionelle Zahlungsmittel im Alltag der Verbraucher immer häufiger Platz für bargeldlose Bezahlmethoden machen. Hinzu kommt ein weiterer Trend, der einigen Sorge bereitet: Deutschland hat heute deutlich weniger Geldautomaten. Offiziell sind es inzwischen unter 50.000 Geräte – und die Zahl wird laut Prognosen noch weiter sinken.

Wer Bares benötigt und außerhalb einer städtischen Region wohnt, muss deshalb nicht selten längere Fahrtwege in Kauf nehmen. Banken geben an, dass die Bargeldnachfrage gesunken ist und vieles digital abläuft. Nun bestätigt eine aktuelle Auswertung des Handelsforschungsinstituts EHI Retail aus Köln für das Jahr 2025: Langsam werden Scheine beim Einkaufen verdrängt ‒ 48 Prozent aller Einkäufe wurden bargeldlos mit der Karte beglichen.

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Studie zeigt: Verbraucher greifen immer seltener zu Bargeld

Dass fast die Hälfte der Bezahlungen ohne das klassische Bargeld abgewickelt werden, ist ein neuer Höchststand in Deutschland. Um ungefähr vier Prozentpunkte hat sich die Verwendung des klassischen Zahlungsmittels reduziert. Vor allem bei Jüngeren ist neben der Kartenzahlung das Mobile Payment angesagt. Fachleute erklären, dass viele seit der Corona-Pandemie ohnehin lieber zur Karte oder zum Smartphone greifen – und das auch bei kleineren Beträgen.

Zugleich zeigt sich noch ein weiterer Trend: Obwohl bargeldlose Transaktionen zunehmen, entscheiden sich Kunden immer häufiger für Geldauszahlungen an der Kasse. Grundsätzlich darf Bares demnach bei vielen im Geldbeutel wohl einfach nicht fehlen. Zudem verweisen Experten darauf, dass Scheine und Münzen künftig weiterhin eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen einnehmen und demnach nicht ganz verschwinden werden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, WDR, EHI Retail Institute, Bundesbank)