
Ein Mega-Zuschuss von bis zu 200.000 Euro soll ein Problem angehen, das bereits seit Längerem in Deutschland existiert und auch im Ausland immer öfter als Problem angesehen wird. Bereits im vergangenen Jahr startete die erste Runde.
Die fortschreitende Transformation der globalen Märkte zwingt hiesige Betriebe zu tiefgreifenden Anpassungen an moderne Standards. Um im internationalen Wettbewerb nicht vollends den Anschluss zu verlieren, bedarf es nun allerdings massiver finanzieller Unterstützung durch den Staat.
Umfrage von Unternehmen bestätigt: „In Deutschland ein großes Problem, im Ausland nahezu selbstverständlich“
Unternehmen in Deutschland schließen Werke oder denken über Out- und Offsourcing ins Ausland nach. Gleich mehrere Gründe sprechen nach Ansicht der jeweiligen Geschäftsführung dafür, und Experten geben den Betrieben recht. Deutschland ist als Produktionsstandort nicht nur teurer als das Ausland, sondern zeigt sich laut diverser Meinungsumfragen auch einfach als nicht technologieoffen und spielt digital im EU-Vergleich eher im Mittelfeld.
Diese Aussage trifft besonders den Mittelstand. Während große Konzerne als sehr digitalisiert gelten, trifft dies auf mittelständische und kleine Unternehmen nicht zu. So haben viele kleinere und mittlere Unternehmen Schwierigkeiten, als grundlegend geltende Prozesse digital umzusetzen. 42 Prozent der kleinen und 20 Prozent der mittleren Betriebe erreichen keine zufriedenstellende Digitalisierung. Die Gründe hierfür sind laut Experten vielfältig. Unter anderem verhindern dies die deutsche Bürokratie und der Datenschutz. Aber es fehlen auch das Personal sowie die finanziellen Mittel.
Mega-Zuschuss von bis zu 200.000 Euro: Wer Anspruch hat – und wie viel man bekommt
Der Mega-Zuschuss von bis zu 200.000 Euro ist natürlich nicht für Privatpersonen gedacht, sondern richtet sich genau an diese Unternehmen, um sie bei der Digitalisierung finanziell zu unterstützen. Seit Februar letzten Jahres können Unternehmen mit einem Gruppenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro den sogenannten ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW-Bank beantragen. Der Kreditrahmen darf bis zu 25 Millionen betragen.
Das Digitalisierungsvorhaben wird dabei in drei Stufen unterteilt. In der Basisstufe gibt es einen Zuschuss. Bei den anderen beiden Stufen (LevelUp und HighEnd) gibt es einen Zuschuss von drei bzw. fünf Prozent, der jedoch maximal 200.000 Euro pro Vorhaben beträgt. Wichtig ist, dass man das Vorhaben noch nicht begonnen haben darf. Der Antrag durchläuft mehrere Stufen und stellt sicher, dass das Digitalisierungsvorhaben umsetzbar und innovativ ist.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














