Bis -30 Grad: Meteorologen kündigen kältesten Winter aller Zeiten an

Eiswinter auf einer Autobahn
Symbolbild © istockphoto/Erich Fend

Karlsruhe-Insider: Rekordwinter soll kommen für Deutschland – Meteorologen kündigen Polardezember an.

In den letzten Jahren waren die Winter in Deutschland vergleichsweise mild. Wenig Schnee und wirklich tiefe, frostige Temperaturen blieben aus. Das könnte sich dieses Jahr ändern.

Für den Dezember 2021 wird meteorologisch sogar ein möglicher Polar-Dezember voraus gesagt. Das könnte bedeuten, dass Temperaturen von -30 Grad möglich sind! So richtig kalt soll es, laut Meteorologen dann im Januar und Februar werden.

So langsam macht sich der Herbst aus dem Staub. Nachts gehen die Temperaturen häufig schon unter den Gefrierpunkt, sodass am Morgen das Scheibenkratzen für Autofahrer auf dem Programm steht. Am 1. Dezember beginnt der meteorologische Winter, während der Kalendarische am 21.12. folgt. Doch Winter ist nicht gleich immer Winter, wie die Wetteraufzeichnungen belegen.

Lesen Sie auch
Regeln: Wäsche waschen in der Nacht – ist das Lärmbelästigung?

So ist in Deutschland eine Temperaturspanne von -30 Grad bis zu +24 Grad möglich im Dezember. Die sommerlichen Temperaturen gab es am 16. Dezember 1989 in Baden-Württemberg. Dieses Jahr sollten die warmen Temperaturen allerdings ausbleiben, denn Meteorologen prognostizieren einen sehr kalten Winter.

Weiße Weihnacht schon 11 Jahre her

Zuletzt gab es 2010 eine weiße Weihnacht herrlicher Schneedecke. Dies könnte sich dieses Jahr wiederholen. Zumindest stehen die Chancen für 2021 Weihnachten mit Schnee zu feiern recht gut, wenn man den Experten trauen kann. Üblicherweise liegt in Deutschland allerdings eher im Januar und Februar Schnee. Der Grund dafür ist, dass diese Monate den so genannten Hochwinter ausmachen.

Lesen Sie auch
Über 400 km/h: Multimillionär brettert mit Luxuswagen über Autobahn

Auch wenn sich viele darüber gefreut haben, dass sie wenig oder gar nicht Schnee räumen mussten in den Wintern, Schnee gehört für viele zum Winter einfach dazu. Die starken Temperaturschwankungen machen es jedoch oftmals unmöglich, dass Schnee überhaupt fallen kann und den Boden erreicht. Geschweige denn, dass er dann auch liegen bleibt. Bei sehr frostigen Temperaturen bildet sich unter dem Schnee eine dicke Eisschicht, was zu einer rutschigen und gefährlichen Angelegenheit für Fußgänger und Autofahrer werden kann.

Mehr Sturm statt Schnee

Im letzten Monat des Jahres kommen eher Stürme anstatt Schnee in Deutschland vor. Dabei ist auffällig, dass diese sehr stark sein können und hohe Geschwindigkeiten erreichen können. Orkan Xaver, der im Dezember 2013 in Deutschland seinen Schrecken verbreitete, erreichte 180 Kilometer pro Stunde in der Spitze.

Lesen Sie auch
Massentauglich: Selbstfahrende Roboter-Autos von Bosch und VW

Noch schlimmer war der Dezembersturm von 1999. Orkan Lothar zerstörte mit einer gewaltigen Macht und Geschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometer pro Stunde komplette Landstriche und Wälder.

Dass es auch in diesem Jahr den einen oder anderen stärkeren Wintersturm geben kann, das ist nicht auszuschließen. Wie der Winter dann wirklich wird, das wird sich dann zeigen. Schließlich sind Wetterumschwünge im Dezember keine Seltenheit.

Wie Wetteraufzeichnungen belegen sind sowohl sommerlicher und frühlingshafte Tage möglich als auch extreme Tiefsttemperaturen. Durchaus können sich hier einmal Temperaturunterschiede von bis zu 50 Grad zeigen.