Biss tut weh: Gefährliche Mücke breitet sich in Bundesland aus

Eine Tigermücke sticht zu. Die Mücke sitzt auf einem Arm, sie saugt das Blut aus den Adern und kann dabei gefährliche Krankheiten übertragen. Die Tigermücke breitet sich derzeit rasant aus.
Symbolbild

Nun breitet sich eine gefährliche Mücke auch in Deutschland aus. In einem Bundesland könnte es besonders häufig zu Begegnungen kommen. Der Biss des Insektes tut weh, und die Experten raten zu Vorsicht.

Nun breitet sich eine gefährliche Mücke in Deutschland aus. Der Biss des Insekts tut weh. Die Experten schlagen bereits jetzt Alarm.

Das Insekt breitet sich immer weiter aus

Sie ist nur wenige Millimeter groß, aber schon jetzt sind die Experten besorgt. Insbesondere im Bundesland Nordrhein-Westfalen, aber auch in anderen Teilen Deutschlands, könnte sich eine gefährliche Mücke immer weiter ausbreiten. Grund dafür sind unter anderem veränderte Umweltbedingungen und steigende Temperaturen. Forscher gehen davon aus, dass die sogenannte Kriebelmücke künftig häufiger auftreten wird. Anders als gewöhnliche Stechmücken sticht die Kriebelmücke nicht. Sie beißt. Mit ihren Mundwerkzeugen ritzt sie die Haut auf und saugt anschließend das Blut auf. Der Biss ist oft schmerzhafter als ein herkömmlicher Mückenstich und kann heftige Reaktionen hervorrufen. Betroffene berichten von starken Schwellungen, Rötungen und lang anhaltendem Juckreiz. In einigen Fällen treten sogar allergische Reaktionen auf.

Besonders tückisch ist, dass die gefährliche Mücke häufig kaum bemerkt wird. Die Tiere werden nur zwei bis sechs Millimeter groß und erinnern eher an kleine Fliegen. In der Bundesrepublik gibt es rund 57 verschiedene Arten der Kriebelmücke. Zwar gilt sie in Deutschland derzeit nicht als bedeutender Überträger gefährlicher Krankheiten, dennoch kann sie gefährlich sein. In tropischen Regionen können bestimmte Arten der Kriebelmücke den Erreger der Flussblindheit übertragen – eine Erkrankung, die unbehandelt sogar zur Erblindung führen kann.

Lesen Sie auch
Nach DSDS: Pietro Lombardi spricht Klartext über Dieter Bohlen

Experten sind sehr besorgt

Betroffene sollten die Bisse der gefährlichen Mücke nicht auf die leichte Schulter nehmen. Experten weisen darauf hin, dass insbesondere das Aufkratzen der Wunden zum Problem werden kann. Gelangen Bakterien in die verletzte Haut, drohen Entzündungen und im schlimmsten Fall sogar schwerere Infektionen.

Experten beobachten die Entwicklung der Kriebelmückenpopulationen deshalb mit Sorge. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass der Klimawandel die Ausbreitung verschiedener Mückenarten in Deutschland begünstigt. Höhere Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster schaffen günstigere Bedingungen für viele Insektenarten. Auch andere Mückenarten findet man mittlerweile häufiger in Deutschland.

(Quellen: Goethe-Universität Frankfurt, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum)