
Die Krise spitzt sich deutlich zu in Deutschland, denn immer mehr alte Menschen sind hierzulande arm trotz Rente und langjähriger Arbeit. Für viele geht es inzwischen ums nackte Überleben.
Experten sehen eine große Krise auf uns zurollen, die schon jetzt ihren Anfang genommen hat. Immer mehr alte Leute in Deutschland sind arm trotz Rente und einer Arbeitszeit von 45 Jahren und mehr. Für Millionen Rentner geht es jeden Tag ums nackte Überleben.
Millionen Rentner kämpfen jeden Tag um ihre Existenz
In Deutschland erhalten laut Stand von Mitte 2025 ca. 21,5 Millionen Menschen Altersrente. Rund die Hälfte von ihnen lebt mit ihrer Rente unter dem Existenzminimum. Dieses richtet sich nach dem durchschnittlichen Einkommen in Deutschland und beträgt davon 60 Prozent. Damit liegt die Armutsgrenze in diesem Jahr bei 1.314 Euro netto. Rund 10 Millionen Senioren bekommen im Monat nicht einmal 1.100 Euro Rente und leben damit weit unter dieser Grenze. Nach Abzug der Miete und der anderen monatlichen Fixkosten bleibt ihnen je nach Region, in der sie leben, nur wenig für den Alltag übrig. Extras können die alten Menschen gar nicht mehr finanzieren.
Arm trotz Rente: Experten warnen vor massiven Folgen
Kritiker bemängeln, dass bei den durchschnittlichen Berechnungen die einzelnen Komponenten wie zum Beispiel erhöhte Mietkosten nicht berücksichtigt werden. Diese zeigen jedoch wichtige Probleme auf. So ist ein gravierender Effekt, dass ältere Menschen sich die Wohnungen in den Ballungszentren nicht mehr leisten können und deswegen in die umliegenden ländlichen Regionen umziehen. Hier erwartet sie jedoch eine schlechtere Infrastruktur und weniger soziale Kontakte. Wer nicht mobil ist, muss sich zwangsläufig ins eigene Zuhause zurückziehen, was enorme Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen hat. Die Menschen vereinsamen zunehmend und leben abgeschnitten von der Gesellschaft. Aufgrund der geringen Rente können sie auch sonst nicht an sozialen und kulturellen Veranstaltungen teilnehmen.
Experten kritisieren das Verhalten der Politiker besonders scharf. Dadurch, dass die Baby-Boomer-Generation jetzt und in den nächsten Jahren in Rente geht, verschärft sich das Problem noch. Deshalb müssen jetzige Arbeitnehmer nicht nur privat für ihre Altersvorsorge einstehen. Auch Unternehmen müssen nun vermehrt attraktive Altersvorsorgeprogramme schaffen. Ansonsten würden ihnen die Fachkräfte fehlen. Und damit würde ein weiteres Problem seinen Lauf nehmen. Fachleute sehen daher dringenden Handlungsbedarf.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














