„Bleibt kaum was übrig“: Rekordabgaben erreicht bei Rentengeldern

Ein Mann mit einer großen Tüte auf dem Rücken schaut in einer Fußgängerzone in eine Mülltonne, um Flaschen zu finden. Der Flaschensammler trägt eine Wintermütze und eine Jacke. Im Hintergrund sind mehrere Passanten zu sehen.
Symbolbild © imago/Wolfgang Maria Weber

Was zunächst wie eine subjektive Rechnung aussieht, ist leider für viele bitterer Alltag. Bei den Rentengeldern, die Senioren bekommen, bleibt aufgrund der Rekordabgaben oftmals nicht mehr viel zum Leben übrig.

Bei den Rekordabgaben, die die Menschen heutzutage leisten müssen, bleibt gerade den Senioren von ihren Rentengeldern kaum etwas übrig. Die drohende Altersarmut ist so präsent wie seit Jahren nicht.

Rentner am Existenzminimum: „Kämpfen jeden Tag ums Überleben“

Hierzulande ist jeder fünfte Rentner über 65 von Armut bedroht. Frauen trifft es dabei sehr viel öfter als Männer. Durch Erziehungszeiten und die Anpassung der Arbeitszeit auf die Bedürfnisse der Kinder bekommen sie weniger Rente. Obwohl sie ihr ganzes Leben gearbeitet haben, bekommen viele Rentner nur wenig Geld und müssen damit ihr Leben finanzieren. Dies bedeutet häufig den Umzug in eine kleinere Wohnung und das Einteilen des Geldes für Alltägliches wie Essen und Hygieneartikel. Nach Abzug aller Fixkosten bleibt den meisten nämlich kaum etwas zum Leben übrig. Nicht selten geht diese finanzielle Not mit sozialem Rückzug einher, was eine Abwärtsspirale in Gang setzt. Trotz einiger Sozialleistungen, die Rentner beantragen können, kämpfen viele von ihnen ums tägliche Überleben.

Situation drastisch verschärft: Rekordangaben bei Rentengeldern erreicht – „So kanns nicht weitergehen“

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Und in diesem Jahr kommt es voraussichtlich noch schlimmer. Zwar sollen ab Juli 2026 die Rentenbeträge wieder um 3,7 Prozent erhöht werden. Das Problem sind jedoch nicht nur die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen, die in diesem Jahr einige Krankenkassen bereits erhöht haben und andere noch erhöhen wollen, müssen die Rentner aus eigener Tasche zahlen. Sie erhalten hierfür keine Unterstützung.

Deshalb verzweifeln schon jetzt viele ältere Menschen, denn durch die höheren Abgaben bleibt von dem Rentenplus nicht mehr viel übrig. Die Lage der Rentner ist inzwischen auch in der Politik angekommen. Und so gibt es bereits Vorschläge, wie diese Not beseitigt werden soll. Experten schlagen vor, dass sich die Ausgabenpolitik der Krankenkassen nach den Einnahmen richten sollte. Sie sollen nicht mehr ausgeben als sie eingenommen haben. Desweiteren soll der Krankenhaus-Transformationsfonds nicht mehr aus den Beiträgen, sondern aus Steuermitteln finanziert werden. Ein Plan sah beispielsweise vor die Tabaksteuer zu erhöhen und diese Mehreinnahmen in die Gesundheitsfürsorge zu stecken. Bislang ist jedoch alles nur Gerede. Von einer Umsetzung werden die Rentner wohl nicht so schnell profitieren.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, zusatzbeitrag.net)