Bürgergeld-Zuschuss fällt weg: Empfänger greifen noch schnell zu

Der Eingangsbereich der Bundesagentur für Arbeit mit einem großen Logo auf einer Glaswand, dahinter Büroeinrichtungen. Im Vordergrund sind mehrere unscharfe, dunkle Silhouetten von Menschen zu sehen.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Im Rahmen der radikalen Sparmaßnahmen, die Bundeskanzler Merz derzeit durchführt, kann es sein, dass auch ein bestimmter Bürgergeld-Zuschuss bald wegfällt. Deshalb sollte man zugreifen, solange er noch ausgezahlt wird.

Ein bestimmter Bürgergeld-Zuschuss wird gern von den Anspruchsberechtigten genutzt, um wieder ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Man sollte noch schnell zugreifen, bevor auch dieser der Sparwut der Bundesregierung zum Opfer fällt.

Grundsicherung statt Bürgergeld: Massive Änderungen stehen bevor

Schon eine Weile bastelt der Bundeskanzler am Bürgergeld herum. Dieses soll wegfallen. Stattdessen soll es eine Grundsicherung für alle Bürger geben. Was sich zunächst harmlos anhört, verbirgt jedoch bestimmte Absichten. Denn mit der neuen Grundsicherung sollen auch neue Sanktionen kommen, die bislang im Bürgergeld nicht verankert sind. Millionen Bürgergeld-Empfänger fürchten nun, dass sie auf weitere Leistungen verzichten müssen und erheblich eingeschränkt werden. Härtere Strafen sollen dafür sorgen, dass die Menschen lieber arbeiten gehen, als sich auf dem Bürgergeld auszuruhen, so die Regierung. Dass der Anteil der Totalverweigerer unter einem Prozent liegt und die meisten nicht betrifft, interessiert dabei in Regierungskreisen wohl kaum jemanden.

Bürgergeld-Zuschuss könnte wegfallen: „Jetzt noch schnell handeln“

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Wenn das Bürgergeld wegfällt, könnte jedoch auch ein Bürgergeld-Zuschuss wegfallen, der bislang einigen Bürgergeld-Empfängern geholfen hat, wieder ein selbstständiges Leben zu führen. Dabei handelt es sich um die sogenannte Einstiegshilfe. Mit dieser erhalten die Betroffenen finanzielle Unterstützung, wenn sie eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufnehmen, mit dieser zu Beginn jedoch kaum mehr Geld zur Verfügung haben als bei reinem Bürgergeld-Bezug. Mit der Hilfe wollte der Staat ihnen den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern und sie im Berufsleben halten. Auch für Selbstständige gibt es diese Einstiegshilfe, wenn sie entsprechende Pläne vorlegen. Es gibt sogar einen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro, wenn man sich selbstständig machen will.

Bislang ist die Einstiegshilfe Ermessenssache der Jobcenter. Die Höhe ist begrenzt auf 50 Prozent des Regelsatzes. Für Kinder und andere Haushaltsmitglieder in der Bedarfsgemeinschaft gibt es weitere zehn Prozent des Satzes. Zusätzliches Geld erhält man, wenn man zuvor länger arbeitslos war. Deshalb sollte man diesen Bügergeld-Zuschuss nutzen, solange es ihn noch gibt. Mit der Abschaffung des Bürgergelds könnte auch der Zuschuss bald Geschichte sein.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)