Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnt Deutsche vor Blackout

Ein rot-gelbes Warnschild mit einem Strommast drauf zeigt das Wort "Blackout" an, um vor einem Stromausfall zu warnen. Außerdem befindet sich ein durchgestrichener Blitz auf dem Schild. Im Großraum Karlsruhe kam es erneut zu einem XL-Blackout.
Symbolbild © imago/ IlluPics

Die Vergangenheit hat gezeigt: Ein Blackout kann auch in einem modernen Land wie Deutschland eine Katastrophe auslösen. Deshalb warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz die Menschen und rät zu einem Notfallplan.

Gerade ein modernes Land wie Deutschland kann bei einem Blackout vor einer echten Katastrophe stehen. Deshalb warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz die Menschen, sich für den Notfall bestimmte Dinge zurechtzulegen.

Beispiele aus der Vergangenheit zeigen: „Wir sind aufgeschmissen ohne Strom“

Das Beispiel aus Berlin zu Beginn des Jahres hat gezeigt, was ein Blackout, der mehrere Tage andauert, für eine Katastrophe in der Bevölkerung auslösen kann. Oftmals dauern Stromausfälle nur wenige Sekunden bis wenige Minuten. Und doch geraten viele Menschen in Panik, wenn sie von einem solchen Ausfall betroffen sind. Auch, wenn er nur wenige Minuten dauert.

Das Beispiel in Berlin hat gezeigt, was passieren kann, wenn der Blackout mehrere Tage andauert. Im Winter trifft es die Bevölkerung deutlich härter, weil vieles in unserem modernen Alltag ohne Strom gar nicht funktioniert. Während Feuerwehr, Rettungsdienst und das THW für solche Fälle vorbereitet sind und im Notfall einem ausgeklügelten Plan folgen, sieht dies in privaten Haushalten ganz anders aus.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz warnt: „In jedem Fall vorbereitet sein“

Eine Umfrage hat gezeigt, dass über die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland auf einen ernsthaften Notfall überhaupt nicht vorbereitet ist. Dabei warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz angesichts der sich häufenden Krisen in der Weltpolitik immer wieder vor Sorglosigkeit. Denn was würden wir tun, wenn wir tagelang nicht in die Lebensmittelgeschäfte könnten? Wenn die Banksysteme sabotiert werden und wir nicht an unser Geld kommen? So modern die Gesellschaft auch ist, so anfällig ist sie auch für extreme Störungen.

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Deshalb raten Experten dazu, unbedingt vorbereitet zu sein. So sollte man bestimmte Lebensmittel, die lange haltbar sind, sowie genügend Wasser für die Personenzahl im Haushalt zur Verfügung haben. Außerdem sollte man Laptops, Handys und andere Geräte stets aufladen und für den Fall der Fälle für Powerbanks und andere Ersatzbatterien sorgen, damit man einige Zeit ohne Strom auskommt. Im Idealfall sorgen Campingkocher oder mit Holzkohle oder Gas betriebene Grills für die Möglichkeit, wenn durch einen Stromausfall Backofen und Herd ausfallen, kochen zu können. Wer einen Kamin oder Ofen zu Hause hat, sollte für genügend Brennmaterial sorgen. Fällt die Heizung aus, kann dies für warme Stunden oder Tage sorgen. Wer nicht weiß, worauf er achten soll, kann auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz eine Checkliste herunterladen und sich über das Verhalten im Notfall informieren. So verliert man weniger wertvolle Zeit.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)