Bundesland verschenkt Geld an Familien – Bis 3.000 Euro pro Kind

Eine vierköpfige Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern, bestehend aus grünen Plastik-Figuren, steht hinter einem kleinen Stapel von 100-Euro-Scheinen, die leicht aufgefächert auf einer weißen Oberfläche liegen.
Symbolbild © imago/Wirestock

3.000 pro Kind verschenkt ein Bundesland nun an Familien, die hier wohnen. Für Eltern ist dies eine Menge Geld, stößt jedoch bei Politikern und in der Bevölkerung auf Widerstand. Und das aus guten Gründen.

Familien dürften eigentlich jubeln, wenn sie 3.000 Euro pro Kind geschenkt bekommen. In einem Bundesland gibt es genau das für den Nachwuchs. Doch dieser erhebliche Zuschuss stößt auf Unzufriedenheit und Proteste.

Leistungen nur in einem Bundesland: Enorme Entlastung für Familien

In jedem Bundesland in Deutschland bekommen Eltern mit der Geburt des ersten Kindes Kindergeld und Elterngeld. Letzteres war in der Vergangenheit immer wieder einigen Reformen und Nachbesserungen unterworfen. Die grundsätzliche Idee blieb jedoch bestehen: Wer sich um den Nachwuchs kümmert, erleidet finanzielle Einbußen, und diese sollten teilweise aufgefangen werden. Während Kinder- und Elterngeld Staatsleistungen sind, gab es jedoch seit dem 1. September 2018 für Familien das sogenannte Familiengeld. Eltern bekamen beim ersten und zweiten Kind vom 13. bis zum 36. Lebensmonat monatlich 250 Euro vom Staat zusätzlich. Ab dem dritten Kind gab es monatlich 300 Euro. Mit diesem Familiengeld wollte Bayern die hier lebenden Eltern finanziell unterstützen.

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3.000 Euro pro Kind: Das plant das Bundesland jetzt

Ab 2026 soll sich im Freistaat Bayern jedoch etwas grundlegend ändern. Zum ersten Geburstag sollen Eltern, deren Kind nach dem 1. Januar 2025 geboren ist, 3.000 Euro als Einmalzahlung bekommen; die Summe gilt auch für jedes weitere Kind. Diese Neuerung stößt jedoch auf erheblichen Protest, denn das Familiengeld will man streichen. Dies wird es mit dem neuen Jahr nicht mehr geben. Zudem gibt es diese Einmalzahlung unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Was sich zunächst gut anhört, stellt laut Opposition eine „Mogelpackung“ dar. Denn im Endeffekt wird den Familien das Geld um die Hälfte gestrichen: von ehemals 6.000 Euro auf 3.000 Euro. Auch die Entlastung bei den Kindergartengebühren soll wegfallen. Das Nachsehen haben insbesondere einkommensschwache Familien. Denn sie müssen die Kosten nun aus eigener Tasche berappen. Der Vorschlag findet jedoch gerade in der regierenden Partei rege Zustimmung. Die nun freiwerdenden Mittel wolle man direkt in den Ausbau der Kindergärten stecken. Somit sei das Geld nicht weg, sondern werde einfach gerechter und gezielter verteilt.