
Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen mit finanziellen Sorgen auf. Nun plant die Bundesregierung eine Kürzung bei staatlichen Hilfen. Ein Zuschlag für betroffene Familien könnte künftig wegfallen.
In Deutschland leben viele Kinder und Jugendliche in Familien, die von Armut betroffen sind. Für diese Menschen bedeutet das oft, dass weniger Geld für wichtige Bereiche wie Bildung, Freizeit oder alltägliche Ausgaben zur Verfügung steht. Der Staat unterstützt einkommensschwache Familien deshalb mit verschiedenen Leistungen, um die Folgen finanzieller Belastungen abzufedern.
Rund 2,9 Millionen Kinder betroffen: Zuschlag sollte Familien entlasten
Der sogenannte Sofortzuschlag unterstützt seit Juli 2022 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus einkommensschwachen Familien. Ursprünglich lag die zusätzliche Zahlung bei 20 Euro pro Monat und wurde später auf 25 Euro erhöht. Die damalige Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP hatte den Zuschlag als Übergangslösung eingeführt, bis eine geplante Kindergrundsicherung die bisherigen Familienleistungen ersetzen sollte. Diese Reform kam jedoch nicht zustande. Deshalb blieb der Zuschlag weiterhin Bestandteil der staatlichen Unterstützung für rund 2,9 Millionen betroffene Kinder und Jugendliche.
Bundesregierung plant Kürzung: Bund will 450 Millionen Euro einsparen
Nun sieht ein neuer Gesetzentwurf eine Abschaffung des Zuschlags vor. Das Bundeskabinett brachte den Entwurf auf den Weg, der auch weitere Maßnahmen zur Haushaltsplanung enthält. Den Sofortzuschlag erhalten derzeit Familien, die meistens auch Anspruch auf den Kinderzuschlag haben, den einkommensschwache Familien für Kinder bis zum Alter von 25 Jahren erhalten können. Der Kinderzuschlag beträgt pro Kind bis zu 297 Euro im Monat. Durch den Wegfall der zusätzlichen 25 Euro möchte der Bund nach den Angaben des Gesetzesentwurfs jährlich rund 450 Millionen Euro einsparen.
Die geplante Änderung ist Teil der Bemühungen der Bundesregierung, den Bundeshaushalt zu entlasten. Der Gesetzentwurf sieht für das Jahr 2027 insgesamt Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro vor und nennt auch Einsparungen in anderen Bereichen. Dazu gehören unter anderem geringere Mittel für bestimmte Klimaprojekte sowie Veränderungen bei Zuschüssen zur Renten- und Krankenversicherung.
(Quellen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














