Comeback: Siemens schafft 700 neue Arbeitsplätze in Deutschland

Das große Gebäude des Unternehmens Siemens. Der Schriftzug steht in Großbuchstaben und großer, türkiser Schrift auf dem Gebäude. Zu sehen sind nur die oberen Etagen, also ein kleiner Ausschnitt des Gebäudes. Im Hintergrund hängen dicke Wolken am Himmel.
Symbolbild © imago/Schöning

Ein deutscher Weltmarktführer macht ernst: Rund 700 neue Arbeitsplätze will Siemens schaffen. Inmitten schwerer Zeiten für den Standort Deutschland setzt der Technologiekonzern damit ein klares Zeichen und sorgt wieder für Hoffnung.

Der Technologieriese Siemens hat große Pläne. Millionen sollen fließen und dafür sorgen, dass Hunderte Arbeitsplätze entstehen. Damit setzt Siemens ein Zeichen für den Industriestandort Deutschland und eröffnet vielen Menschen neue berufliche Chancen.

Große Pläne: Siemens schafft 700 neue Arbeitsplätze

Viele deutsche Unternehmen aus der Industrie kehren derzeit ihrer Heimat den Rücken. Sie verlagern Produktion sowie Geld ins Ausland. Die Quittung dafür ist bitter: Werksschließungen und der Verlust gut bezahlter Jobs vor Ort sind die Folgen. Mitten in dieser Flaute sorgt der Technologiekonzern Siemens jedoch für Hoffnung. Das Münchner Unternehmen will bis 2030 rund 700 neue Arbeitsplätze in der Region Frankfurt-Rhein-Main aufbauen.

Hohe Investition: Für das Vorhaben fließen 300 Millionen Euro

Die Pläne betreffen das Hauptwerk im Frankfurter Stadtteil Fechenheim und ein Zulieferwerk in Offenbach am Main. Für Letzteres nutzt Siemens einen Teil des ehemaligen Manroland-Standorts. Der Druckmaschinenhersteller hatte seinen regulären Geschäftsbetrieb dort zum 1. Juni 2026 eingestellt. Insgesamt nimmt Siemens rund 300 Millionen Euro für das Vorhaben in die Hand. Das Geld fließt in den Ausbau der Produktion für elektrische Schaltanlagen. Die technischen Anlagen steuern und regeln die Stromversorgung in großen Fabriken. Um Platz für die wachsende Produktion zu schaffen, verlagert der Konzern die Vorfertigung nach Offenbach. Dort soll die Produktion schon im Frühjahr des kommenden Jahres starten.

Lesen Sie auch
Mit Virus infiziert: Ebola-Patient nach Deutschland ausgeflogen

Am Stammsitz in Frankfurt ist bis zum Herbst 2027 eine weitere Werkshalle für die Endmontage geplant. Grund für den Ausbau ist der weltweite Boom von künstlicher Intelligenz. Die neuen KI-Rechenzentren verbrauchen große Mengen an Strom. Dafür sind sie auf hocheffiziente Stromverteiler der nächsten Generation angewiesen. Siemens baut die modernen Anlagen in Frankfurt ohne klimaschädliche Gase, die die EU schrittweise untersagt ‒ und sichert sich damit einen Vorsprung auf dem Weltmarkt.

(Quellen: Siemens, WELT, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)