Comeback: Weihnachtsmarkt nimmt D-Mark als Bezahlung an

Auf einem Weihnachtsmarkt in einer deutschen Innenstadt herrscht ein großer Besucheransturm. Viele Menschen drängen sich aneinander und kommen kaum vor und zurück. Im Hintergrund stehen einige beleuchtete Stände.
Symbolbild © imago/Gottfried Czepluch

Daran hat wohl niemand mehr gedacht. Anscheinend erlebt die alte D-Mark ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt ein Comeback als Bezahlung. Die Betreiber bieten diesen Service an. Die Kunden nehmen ihn dankend an.

Ein Stand auf einem Weihnachtsmarkt nimmt tatsächlich noch die D-Mark als Bezahlung an. So erstaunlich diese Tatsache auch klingt, so gerne wird sie von so manchem Kunden auch noch genutzt.

Noch Millionen D-Mark im Umlauf: Viele Scheine und Münzen sind immer noch nicht umgetauscht

Mit dem Ende von 2001 fiel auch die alte Währung und ging in die Geschichte ein. Das EU-weite Zahlungsmittel wurde der Euro. Scheine und Münzen konnten direkt in den Geschäften umgetauscht werden und man erhielt den entsprechenden Betrag in Euro. Inzwischen, über 20 Jahre später, kann man den Umtausch nur noch direkt mit der Bundesbank abwickeln. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es noch Millionen von Münzen und Scheinen in den deutschen Haushalten gibt. Die einen wollen sie nicht abgeben. Die anderen finden sie erst im Rahmen des Nachlasses von den Eltern und Großeltern.

Weihnachtsmarkt nimmt D-Mark als Bezahlung an: „Hier klappt ebenfalls der Umtausch“

Doch an einem Stand auf einem Weihnachtsmarkt in München können die Kunden ebenfalls noch mit D-Mark bezahlen. Sie können bei „Früchte Krug“ die gewünschten Süßigkeiten kaufen und bekommen anschließend das Wechselgeld in Euro zurück. Schon auf dem Oktoberfest haben die Besucher diese Chance genutzt, so der Betreiber. Zu Beginn des Standes, so erinnert sich der ursprüngliche Inhaber, hätten ca. 20 Prozent der Kunden das Angebot genutzt und hatten ihre alten Scheine und Münzen in die aktuelle Währung umgetauscht. Seit 20 Jahren bietet „Früchte Krug“ diesen Service seinen Kunden nun schon an.

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Und weil sie schon so lange im Geschäft sind, haben sie auch den ein oder anderen Kunden erlebt, der in Erinnerung geblieben ist. So habe es laut dem Betreiber einmal einen Kunden gegeben, der einen 100-Mark-Schein als Zahlungsmittel an der Bude genutzt habe. Da er sich unsicher war, habe er sich immer wieder verkleidet und weitere Scheine an der Bude umgetauscht. Die Mitarbeiter haben ihn dann jedoch erkannt und ihm gesagt, dass er sich nicht immer umziehen müsse. Er dürfe so oft wechseln, wie er wollte. Hinterher stellte sich heraus, dass die D-Mark-Scheine aus dem Nachlass seiner verstorbenen Frau stammten.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)