Coronavirus: Großevents werden ab 200 Besucher in Baden-Württemberg verboten

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Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Immer neue Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg und noch ist kein Ende absehbar.


Die Landesregierung sieht sich deshalb zum Verbot von Veranstaltungen mit als 1000 Menschen gezwungen. Eine entsprechende Verordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes werde auf den Weg gebracht, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an.

Baden-Württemberg folgt damit anderen Bundesländern, darunter Bayern und Nordrhein-Westfalen. Insgesamt stieg die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Patienten im Südwesten bis Dienstagabend auf 277.

Das Verbot von mehr als 1000 Zuschauern bei Veranstaltungen wird vor allem den Sport, Messen und die Kultur hart treffen, aber auch das Handwerk und den Tourismus. Das Kabinett werde die Rechtsverordnung im Laufe der kommenden Tage beschließen, kündigte das Gesundheitsministerium an. Eine generelle Schließung von Schulen und Kitas war zunächst aber in keinem Bundesland vorgesehen.

Die Städte Heilbronn und Reutlingen verbieten wegen des Coronavirus Veranstaltungen ab 200 Personen. Sie legen damit eine deutlich strengere Grenze an als Bund und Land sowie
die meisten anderen Kommunen, wie die Rathäuser der beiden Städte am Donnerstag mitteilten. Dies diene dem Schutz der Bürger, sagte ein Sprecher der Stadt Heilbronn. Veranstaltungen mit 100 bis 199 Teilnehmenden müssten beim städtischen Ordnungsamt gemeldet werden. Sie würden dann geprüft. In Reutlingen gilt die Regel von sofort an, in Heilbronn tritt sie an diesem Samstag in Kraft. Andere Kommunen verbieten derzeit Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern.