
Die deutschen Firmen schlagen Alarm und hoffen, gehört zu werden. Die Bürokratie wird zum größten Problem und frisst zu viel Zeit. Die Forderung nach einem Abbau bürokratischer Hürden wächst.
Hoffentlich verläuft dieser Aufschrei nicht ins Leere. Die deutschen Firmen schlagen Alarm, denn die Bürokratie wird zum größten Problem. Deshalb braucht es dringend Veränderungen, damit Unternehmen wieder mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit haben.
Transparente Entscheidungen und einheitliche Vorgaben
Bürokratie begegnet uns im Alltag, weil viele Abläufe durch Regeln, Vorschriften und Anträge organisiert werden. Sie soll dafür sorgen, dass Entscheidungen nachvollziehbar bleiben und alle Menschen sowie Unternehmen nach einheitlichen Vorgaben handeln können. Gleichzeitig kann ein hoher bürokratischer Aufwand dazu führen, dass viel Zeit für Formulare, Nachweise und Genehmigungen benötigt wird. Dann treten andere wichtige Aufgaben in den Hintergrund. Besonders Unternehmen müssen zahlreiche Vorschriften beachten, wodurch zusätzliche Kosten und Verzögerungen entstehen können. Deshalb schlagen deutsche Firmen auch Alarm, da die Bürokratie mittlerweile das größte Problem darstellt.
Nervig: Zu viele staatliche Regeln und Auflagen
So gilt die Bürokratie laut einer aktuellen Umfrage des ifo-Instituts als größte Belastung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dabei empfinden besonders mittlere und große Unternehmen die Vielzahl staatlicher Regeln und Auflagen als problematisch, weil mit zunehmender Unternehmensgröße auch der bürokratische Aufwand steigt. Während 59 % der großen und 58 % der mittleren Unternehmen die Bürokratie als bedeutendes Hemmnis sehen, sind es bei kleinen Unternehmen 50 %. Bei Kleinstunternehmen liegt der Anteil dagegen bei 41 % und bei Solo-Selbstständigen bei 33 %. Der Aufwand entsteht insbesondere durch Arbeitsrecht, Berichtspflichten, Datenschutz und Genehmigungsverfahren, sodass Unternehmen viel Personal für administrative Aufgaben einsetzen müssen.
Dadurch bleibt weniger Zeit für andere Tätigkeiten, während zusätzliche Kosten entstehen und geplante Investitionen schwieriger werden können. Neben der Bürokratie belasten jedoch auch andere Faktoren die deutsche Wirtschaft, denn 27 % der Unternehmen nennen die Energiekosten und 22 % die Arbeitskosten als wichtige Probleme. Außerdem unterscheiden sich die Belastungen je nach Wirtschaftsbereich, weil Industrieunternehmen besonders häufig hohe Energiekosten nennen, während das Baugewerbe unter fehlenden Fachkräften leidet. Der Handel hat dagegen vor allem mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Unternehmen von unterschiedlichen wirtschaftlichen Herausforderungen betroffen sind.
(Quellen: ifo, Reuters)














