Deutsche Großstadt führt Verbot ein – 1000 Euro Strafe drohen

Zwei Beamte vom Ordnungsamt stehen in ihrer blauen Uniform mit Mütze in einer Innenstadt und beobachten die Menschen. Im Hintergrund spazieren Passanten im Sonnenschein. Aufgrund des Sparzwanges kommt in Karlsruhe wohl eine neue Abschaffung.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Eine deutsche Großstadt führt nun ein Verbot ein, das eine Strafe von 1000 Euro nach sich ziehen kann, wenn man sich nicht daran hält. Anders wissen sich die Verantwortlichen nicht mehr zu helfen.

Mit einem Verbot und einer Strafe von 1000 Euro will eine deutsche Großstadt inzwischen Herr eines Problems werden, das unkontrollierbar erscheint. Denn die Bevölkerung hält sich einfach nicht an die Vorgaben und verschlimmert die Situation damit noch.

Verbot soll der Ausbreitung einen Riegel vorschieben: „Freiwillig geht es nicht“

So sehr man als Tierfreund und Bürger einer Stadt bestimmte Tiere gerne sieht und ihnen etwas Gutes tun will, so sehr kann man damit genau das Gegenteil erreichen. Denn durch die ständigen Fütterungen verlieren Wildtiere die Scheu vor dem Menschen und dringen immer weiter in die Gebiete vor, in denen sie nichts zu suchen haben. Immer mehr Großstädte erleben dies beispielsweise mit Möwen und Tauben. Die Vögel verschmutzen durch ihren Kot Gebäude und Denkmäler. Durch Taubenschläge beispielsweise will man die Population in den Griff bekommen und dezimieren. Freiwillig arbeitet die Bevölkerung trotz Aufklärungskampagnen jedoch nicht mit und ignoriert die Ratschläge von Experten.

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Die deutsche Großstadt Bonn hat jedoch ein weitaus größeres Problem, das auf den ersten Blick niedlich erscheinen mag, jedoch weitreichende Zerstörung anrichten kann. Die Rede ist von den Nutrias, die den meisten wohl besser als Biberratten bekannt sein dürften. Sie sehen dem Biber sehr ähnlich, gehören jedoch zu den invasiven Arten, die damals aus Südamerika nach Deutschland kamen. Man nutzte sie damals für Pelze. Einige Tiere entkamen jedoch und vermehrten sich.

Durch das Füttern verloren die Nutrias die natürliche Scheu vor den Menschen. Sie haben bereits erhebliche Schäden im Rheinauesee angerichtet. Sie fressen dort unter anderem die eingebrachten Wasserpflanzen auf, die eigentlich das Wasser reinigen und zum Schutz des Ökosystems beitragen sollen. Deshalb riskiert jeder eine Strafe von 1000 Euro, wenn er beim Füttern der Nutrias erwischt wird. Allein das reicht jedoch nicht aus. Inzwischen töten Jäger die Tiere gezielt. Allein in Nordrhein-Westphalen erlegten sie im Jahr 2023 circa 30.000 Tiere.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Stadt Bonn, NABU NRW)