Deutsche Kette startet Räumungsverkauf – „Filialen vor dem Aus“

In einem Möbelhaus richtet sich der Blick auf verschiedene Modelle von Stühlen und Tischen. Sie sind neben- und hintereinander gereiht und mit Preisen ausgezeichnet. Auf den Regalen an den Wänden findet man weitere Stühle verschiedener Ausführung und aus unterschiedlichem Material.
Symbolbild © imago/photo2000

Weil es offenbar kaum Chancen auf eine Rettung gibt, startet diese deutsche Kette den Räumungsverkauf. Zahlreiche Standorte in verschiedenen Bundesländern sind betroffen. Ein bedeutender Teil der Beschäftigten muss um den Arbeitsplatz bangen.

Es sind traurige Nachrichten für treue Fans dieser Kette: Ein erheblicher Teil der Geschäfte hat keine Zukunft mehr. Nun folgen drastische Schritte.

Schlechte Aussichten für den stationären Handel

Ob Möbel, Dekoration oder Baumarktsortiment ‒ während der Handel im Netz ordentlich boomt, leiden viele stationäre Einzelhändler in Deutschland. Hohe Energie- und Mietpreise bei zugleich gestiegenen Kosten für die Belegschaft belasten die Kassen stark. Die Kaufzurückhaltung vieler Kunden setzt den betroffenen Unternehmen besonders zu. Diese bekannte Kette kämpft ebenfalls mit Problemen: Ein Teil der Filialen wird dichtgemacht. Das Unternehmen steckt aufgrund der finanziellen Schieflage inzwischen in der Insolvenz. Dass der stationäre Handel im Jahr 2026 nur minimal wachsen dürfte, bestätigt der Handelsverband Deutschland (HDE). Die Experten prognostizieren ein nominales Umsatzplus von 1,6 Prozent – demnach ohne Berücksichtigung der Inflation.

Diese bekannte Kette startet den Räumungsverkauf

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Die schwierige Situation hat auch den Einrichtungsriesen Hammer getroffen. Gründe für das Scheitern des in Porta Westfalica ansässigen Unternehmens sind mitunter Lieferprobleme und fehlende Investoren. Mittlerweile ist klar: Von den bundesweit 87 Fachmärkten steht für 44 Filialen das endgültige Aus fest. Spätestens Anfang April soll Schluss sein. In den betroffenen Märkten der Hammer Raumstylisten GmbH hat bereits ein Räumungsverkauf begonnen. Unter anderem werden Geschäfte in Hessen geschlossen, etwa in Gießen und Bad Hersfeld. Außerdem trifft es Standorte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Für die rund 1.200 Beschäftigten ist die Lage besonders erschütternd. Fast die Hälfte von ihnen bangt um ihren Job. Nur für einen Teil der Standorte steht eine Lösung unter neuem Namen oder mit reduziertem Sortiment in Aussicht. Die Marke Hammer gehört traditionell zur Gruppe Brüder Schlau, die GmbH wurde 2025 neu gegründet. Ob künftig weitere Filialen schließen müssen, ist nicht bekannt. Das Unternehmen hat sich insbesondere auf Bodenbeläge, Textilien und Einrichtungsgegenstände spezialisiert.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, PLUTA, Amtsgericht Bielefeld)