Deutsche Seen in Gefahr: Kleine Muschel wird zum Problem

Das Bild zeigt einen belebten Badesee mit vielen Menschen auf Stegen, im Wasser und auf Paddleboards. Am linken Rand ist ein Thermometer zu sehen, das rund 30 Grad Celsius anzeigt. Im Hintergrund sind Boote, Bäume und Berge zu sehen.
Symbolbild © imago/Ulrich Wagner

Die Muschel ist klein und unscheinbar, wird jedoch für deutsche Seen zunehmend zum Problem. Die Gefahr, die von ihr ausgeht, ist nicht zu unterschätzen. Experten warnen jetzt die Bevölkerung.

Sie ist klein und unscheinbar und wird von den meisten gar nicht wahrgenommen. Und genau hier liegt das Problem: Die kleine Muschel sorgt trotz ihrer geringen Größe für ordentlich Aufruhr in deutschen Seen. Sie kann nämlich erhebliche Schäden anrichten.

Bootsportler verbreiten die Gefahr: „Nicht sichtbar und deshalb so gefährlich“

Die nächste Hitzewelle hat Deutschland bereits vor Tagen erreicht und sorgt dafür, dass sich die Menschen wieder vermehrt draußen aufhalten. Beliebte Ziele bei schönem Wetter sind Gewässer wie das Meer oder Seen sowie Flüsse. Inzwischen geht das Vergnügen jedoch weit über das Schwimmen oder Paddeln im Wasser hinaus. Immer mehr Bürger haben nämlich das Bootfahren für sich entdeckt. Dabei handelt es sich um Segelboote oder sogenannte Stand-up-Paddleboards. Und genau hier liegt das Problem, denn die gefährliche Muschel freut sich auf solche Gelegenheiten und nutzt sie direkt aus. Der Mensch bekommt hiervon jedoch nichts mit und sorgt somit für eine unkontrollierte Verbreitung der Gefahr.

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Deutsche Seen in Gefahr: Kleine Muschel sorgt für Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen

Eigentlich stammt die kleine, fast schwarze Muschel aus dem Schwarzmeerraum, wurde jedoch bereits im Jahr 2016 nach Deutschland eingeschleppt. Bei der Quagga-Muschel handelt es sich um eine invasive Art. Sie haftet in den deutschen Seen an jeglicher Ausrüstung, die sich im Wasser befindet. Dies gilt für Angler-Ausrüstung, Fischerei-Zubehör, jedoch auch für oben erwähnte Boote sowie Bekleidung. Deshalb raten Experten zur sogenannten KLAR-Methode. Dies bedeutet: Kontrolle der Ausrüstung, das Leeren von Restwasser, Abspülen sowie Ruhen lassen.

Eine einzelne Quagga-Muschel kann bis zu 1.000 Nachkommen hervorbringen. Die Muscheln nehmen das Plankton aus dem Wasser auf, was dazu führt, dass viele Lebewesen in den Seen keine Nahrungsgrundlage mehr haben. Dies bedeutet, dass sich die Bestände über längere Zeit verringern können. Doch auch den Menschen macht die Muschel zu schaffen. Ihre scharfen Kanten können zu Verletzungen führen. Zudem verstopfen sie Rohre und besiedeln Wasserleitungen. Wer sich an die KLAR-Regel hält, kann deshalb einen wichtigen Beitrag leisten.

(Quellen: Umweltbundesamt, ADAC Skipper, Bundesamt für Naturschutz)