
Nun hat es das nächste Unternehmen in Deutschland getroffen: Eine weitere Traditionsfirma ist endgültig am Ende. Die Versteigerung der Betriebsausstattung besiegelt das traurige Aus, das auch die Belegschaft hart getroffen hat.
Es ist das schmerzhafte Ende eines traditionsreichen Unternehmens aus Deutschland. Ausgerechnet die folgende Entwicklung führte den Betrieb geradewegs in den Ruin.
Insolvenzen in Deutschland auf Höchststand seit 2014
Es ist eine traurige Entwicklung für die Wirtschaft Deutschlands: Laut Statistischem Bundesamt gab es zuletzt so viele Firmeninsolvenzen wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Hohe Energiepreise, gestiegene Ausgaben für Materialien und eine schwache Nachfrage machen den Betrieben zu schaffen. Besonders riskant ist die Abhängigkeit von Großkunden. Rutscht ein wichtiger Auftraggeber in die Zahlungsunfähigkeit, bleiben viele Rechnungen unbezahlt.
Vor allem im Baugewerbe führen solche Ausfälle schnell zum eigenen Aus. Für viele mittelständische Betriebe gibt es dann keinen Spielraum mehr. Eine Sanierung scheitert oft an fehlendem Kapital. Am Ende bleibt häufig nur eine Möglichkeit ‒ und das ist die vollständige Auflösung des Unternehmens. Auch diese Firma ist Opfer einer solchen Entwicklung geworden. Dabei trifft es ausgerechnet einen Betrieb mit langjähriger Tradition.
Traditionsfirma ist am Ende – alles musste unter den Hammer
Betroffen ist die Metallbau Früh GmbH aus Umkirch in Baden-Württemberg. Das inzwischen insolvente Unternehmen musste den Betrieb einstellen. Auslöser für die Schieflage war das Scheitern der Signa-Gruppe rund um den Immobilieninvestor René Benko. Der Spezialist für Metallfassaden hatte für ein Wiener Großprojekt Leistungen im Bereich mehrerer Millionen vorfinanziert. Diese Entscheidung zog eine harte Folge nach sich: Da der Auftraggeber zahlungsunfähig wurde, blieb der Familienbetrieb auf einem Millionenbetrag sitzen.
Das Aus ihres Arbeitgebers bedeutet für die 120 Mitarbeiter den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Nun musste auch das Inventar des Unternehmens versteigert werden. Der Verkauf der Betriebsausstattung setzt wohl den endgültigen Schlusspunkt für die Firma, die bereits seit 1905 existiert. Die Metallbau Früh GmbH war unter anderem an internationalen Architekturprojekten in London und Monaco beteiligt. Sie hatte sich auf Fassadenkonstruktionen aus Glas und Metall spezialisiert.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














