Deutschland geht das Wasser aus – jetzt droht Verteilungskampf

Die Nahaufnahme eines Wasserhahns aus Edelstahl. Es tropft noch ein wenig Trinkwasser aus dem Hahn. Der Hintergrund ist verschwommen, aber es sieht aus, als würde es sich um eine Küche handeln.
Symbolbild © istockphoto/tirc83

Es ist nicht nur ein Problem des globalen Südens: Auch in Deutschland ist das Wasser regional knapp. Fachleute schlagen aufgrund der besorgniserregenden Entwicklung Alarm – und sie befürchten einen wachsenden Verteilungskampf. 

Der schleichende Verlust der wichtigsten Lebensgrundlage betrifft längst nicht mehr nur ferne Kontinente. Auch hierzulande steuert die kritische Entwicklung bei den natürlichen Vorräten auf einen gefährlichen Wendepunkt zu.

Wie es um das Wasser in Deutschland steht

In deutschen Flüssen gibt es zunehmend weniger Wasser, etwa im Rhein. Klimaexperten erklären die Entwicklung: Die Erderwärmung führt insgesamt zu weniger Schneefall in den Alpen. Die Gletscher schrumpfen. Das wirkt sich auf den Wasserpegel aus. Zwar herrscht hierzulande keine flächendeckende Wasserknappheit, doch Fachleute zeigen sich dennoch besorgt. Regional kommt es immer wieder zu großen Herausforderungen, die sich insbesondere in den heißen Monaten des Jahres bemerkbar machen. So führt etwa Niedrigwasser zu logistischen Problemen, weil Frachtschiffe mit einem geringeren Pegelstand auskommen müssen. Dadurch sinkt die Transportmenge – und die Kosten schießen in die Höhe.

Wo die wertvolle Ressource überall gebraucht wird

Sowohl Wirtschaft und Industrie als auch die Landwirtschaft sowie Kommunen und Privatverbraucher sind auf Wasser angewiesen. Allein im Jahr 2022 haben etwa Energieversorger nach Informationen des Umweltbundesamtes (UBA) 6,9 Milliarden Kubikmeter Wasser entnommen. Dabei handelt es sich zumeist um sogenanntes Oberflächenwasser – also Wasser aus Flüssen und größeren Seen. Trotz Rückführung der Flüssigkeit werden wichtige Ressourcen wie das Grundwasser immer knapper. Deshalb schlagen Experten Alarm: Sie schätzen, dass es künftig zu größeren Verteilungskämpfen kommen könnte.

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Demnach drängt sich unweigerlich auch die Frage auf, wie das wertvolle Gut in herausfordernden Zeiten priorisiert werden sollte. Daten der World Meteorological Organization (WMO) zeigen, dass 2025 für Flüsse auf der ganzen Welt generell eines der trockensten Jahre seit über 30 Jahren war. Derzeit gehen Experten von einer Zuspitzung in den kommenden Jahren aus. Besonders dramatisch ist die Lage auf den Kontinenten Asien und Afrika. Unter anderem fordern Wissenschaftler dazu auf, wassersparende Technologien in der Landwirtschaft zu nutzen und in diese zu investieren. Dennoch ist klar, dass solche Maßnahmen allein wohl nicht ausreichen werden, um die sich zuspitzende Krise langfristig zu bekämpfen.

(Quellen: WMO, ZDF)