
Der Ramadan findet auch in Deutschland statt. Die Muslime hierzulande bereiten sich auf das heilige Fest vor. Viele freuen sich auf eine besondere Zeit der Besinnung und des gemeinschaftlichen Miteinanders.
Mit dem Sonnenuntergang am 18. Februar begann in Deutschland der Ramadan. Heute war der erste vollständige Fastentag. Auch hierzulande praktizieren viele Muslime dieses Fest.
Muslime bereiten sich auf die kommenden Wochen vor
Für Millionen Muslime markiert der neunte Monat des islamischen Mondkalenders eine besondere Zeit des Gebets. Der Ramadan startet auch in Deutschland. Noch bis voraussichtlich zum 19. März dieses Jahres fasten die Menschen, um im Anschluss das dreitägige Fest des Fastenbrechens, das sogenannte Zuckerfest (Eid al-Fitr), zu feiern. Dabei verschiebt sich der Ramadan auch in Deutschland jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorne, da sich der islamische Kalender am Mond orientiert. Dadurch kann der Fastenmonat sowohl in die langen Sommertage als auch – wie 2026 – in die noch winterlichen Monate fallen.
Während des Ramadans verzichten Fastende täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sexualität. Dabei sind nicht alle Menschen zum Fasten verpflichtet. Kinder vor der Pubertät, Schwangere, Stillende, Kranke, ältere Menschen oder Reisende sind vom Fastengebot befreit. Ziel ist nicht nur der körperliche Verzicht, sondern vor allem die spirituelle Reinigung, Selbstdisziplin und das Mitgefühl mit Bedürftigen.
Menschen freuen sich auf das Fest
In Deutschland leben etwa 5,5 Millionen Muslime, von denen viele auch den Ramadan praktizieren. Die Moscheegemeinden bereiten sich deshalb bereits im Vorfeld organisatorisch auf den Fastenmonat vor. Viele Gemeinden bieten zum Ramadan in Deutschland auch zusätzliche Nachtgebete, gemeinsames Fastenbrechen (Iftar) sowie religiöse Vorträge an.
Und auch Arbeitgeber und Schulen hierzulande zeigen zunehmende Sensibilität für den Ramadan in Deutschland. So gibt es flexible Arbeitszeiten oder Rücksicht bei sportlichen Aktivitäten. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung ist der Ramadan nicht nur eine religiöse Praxis, sondern auch ein wichtiger Identitäts- und Gemeinschaftsfaktor für viele Muslime in Deutschland.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














