Deutschland verliert an Attraktivität – Firmen ziehen sich zurück

Eine Ölraffinerie, die benutzt wird, um Öl aufzubereiten. Die Maschinen sind aus Metall und stehen auf einem Gelände, auf dem gerade die Dunkelheit einbricht. Scheinwerfer beleuchten das Gelände.
Symbolbild © istockphoto/zorazhuang

Immer mehr Firmen ziehen sich aus Deutschland zurück, denn das Land verliert zunehmend an Attraktivität. Obwohl die Politik die Probleme kennt, hat sich bislang leider nichts getan, um das zu ändern.

Offensichtlicher können sich die Probleme gar nicht mehr offenbaren, doch bislang tut sich nichts. Deutschland verliert immer mehr an Attraktivität. Die Firmen wollen nicht mehr nach Deutschland kommen.

Für inländische Firmen ein Problem: „Immer mehr mehr ziehen weg“

Viele inländische Firmen machen immer lauter auf die Missstände in Deutschland aufmerksam. Obwohl die Gründe seit Längerem bekannt sind, sieht die Bundesregierung weiterhin dabei zu, wie ein Unternehmen nach dem anderen Insolvenz anmelden muss. Damit es gar nicht erst so weit kommt, entscheiden sich die Konzerne schon vorher für einen wesentlichen Schritt, um die hohen Kosten zu stoppen. Sie schließen in Deutschland einfach ihre Werke und lassen im Ausland produzieren. Dies kostet zwar Arbeitsplätze, aber die Unternehmensführung sieht sich dort nicht in der Pflicht. Die deutsche Politik müsse endlich handeln und entscheidende Reformen auf den Weg bringen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder attraktiv zu machen. Man habe die Entwicklungen und damit den Anschluss an andere Länder einfach verschlafen, so die Meinung der Experten.

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Deutschland verliert an Attraktivität: „Es kommt keiner mehr“

Was im Inland an Problemen schon lange bekannt ist, schwappt nun auch ins Ausland über. Ausländische Firmen, die sich Deutschland als Wirtschaftsstandort ausgesucht hätten, machen aufgrund der schwierigen Lage einen Rückzieher und gehen lieber woanders hin. Auch wenn ein großer Logistikdienstleister nun bald nach Deutschland kommt, scheint dies wohl eher die Ausnahme zu bleiben.

Dies zeigen nun auch offizielle Zahlen. Laut diesen haben auch im letzten Jahr wieder zehn Prozent weniger ausländische Unternehmen in deutsche Standorte investiert. Dies sei der achte Rückgang in Folge und mache noch deutlicher auf die Probleme hierzulande aufmerksam, heißt es. Auch hier zeigt sich wieder, dass Deutschland dringend an seiner überbordenden Bürokratie und hohen Steuerbelastung arbeiten muss, interpretieren Fachleute das Ergebnis. Man müsse endlich die notwendigen Reformen schaffen. Andere Standorte in Europa wie beispielsweise Frankreich seien weit voraus. Hier sei man auch technologieoffener. Deutlichere Signale als derzeit gibt es wohl kaum noch.

(Quellen: EY, dpa, DER SPIEGEL)