Deutschland vor Gas-Wende – Höhere Kosten kommen nun wohl

Mehrere Euro-Banknoten, die links im Vordergrund liegen. Rechts daneben brennt eine blaue Gasflamme auf einem Küchenherd und darüber befindet sich die auf Stufe 4 gedrehte Regler-Skala eines Heizkörpers.
Symbolbild © istockphoto/filmfoto

Laut Experten steht Deutschland vor einer Gas-Wende, die unabdingbar kommen wird. Diese bedeutet dann auch, dass höhere Kosten auf die Menschen und die Gemeinden zukommen werden. Wieder einmal stehen also Kosten auf dem Plan, die die Bürger tragen sollen.

Für die Umwelt und das Klima gut, für die Geldbeutel der Bürger und der Städte eher weniger. Experten zeigen anhand von Hochrechnungen, was die Gas-Wende in Deutschland für die Bevölkerung und für die Städte und Kommunen bedeuten kann.

Schon jetzt viel teurer: Strom- und Gaspreise setzen der Bevölkerung zu

Unternehmen gehen in die Insolvenz, weil die Energiepreise so extrem gestiegen sind, dass sie einen zu hohen Kostenfaktor darstellen. Insbesondere Betriebe, die zur Erzeugung ihrer Produkte viel Energie benötigen, sehen kaum eine Chance, auf dem Markt noch bestehen zu können. Auch die Privathaushalte kämpfen mit den höheren Abschlägen und extrem hohen Nachzahlungen. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Experten sehen Deutschland vor einer Gas-Wende, die das Land noch teuer zu stehen kommen wird.

Deutschland vor der Gas-Wende: Bürger erwarten höhere Kosten

Gas gilt als schädlich fürs Klima, weshalb man auf Alternativen für die Zukunft umsteigen will. Deutschland hat ein Ziel: Es will bis 2045 klimaneutral werden. Das hört sich nach einer Menge Zeit an, ist es aber nicht. Zudem gibt es auch noch Zwischenziele, die in der deutschen Gesetzgebung verankert sind. Dazu zählt beispielsweise, dass bis 2030 die Treibhausemissionen um mindestens 65 Prozent gesenkt werden sollen.

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Um diese Ziele zu erreichen, gibt es inzwischen zahlreiche Beschlüsse. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch, dass Gas in Zukunft keine Rolle mehr spielen soll. Es wird ersetzt durch Wärmepumpen und Fernwärme. Die Alternative Wasserstoff wurde bereits von vielen Energieunternehmen verworfen, da es sich hierbei um ein indirektes Treibhausgas handelt. Damit ergibt sich ein wichtiges Problem: Was soll mit den Gasleitungen geschehen? Die Rohre müssen entfernt und die Erde wieder zugeschüttet werden. Experten rechnen mit einem Kostenfaktor von 20.000 Euro pro Kilometer, was die Unternehmen teuer zu stehen kommt. Zusätzlich werden die Gaskunden immer weniger. Übrig bleiben am Ende diejenigen, die zum Beispiel als Mieter keine andere Wahl haben. Je weniger Menschen Gas beziehen, desto höher wird der Preis. Die Gas-Wende bedeutet somit für das Land zukünftig eine Menge Mehrkosten.

(Quellen: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), Bundesnetzagentur, Elsevier, Bundesrechnungshof, Verband kommunaler Unternehmen (VKU), Stadtwerke München (SWM), Mainova, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)