
Eine besonders bittere Pille muss eine deutsche Innenstadt schlucken, denn sie verliert bald endgültig ein Modehaus. Damit gibt es ein Geschäft weniger, das Kunden noch in die City locken könnte.
Angestellte und Bewohner hatten noch längere Zeit gehofft. Doch dies war anscheinend vergebens. Eine deutsche Innenstadt verliert bald ein großes Modehaus und damit einen weiteren Anziehungspunkt fürs Shoppen.
Eingeschränktes Konsumverhalten: Deutsche Innenstädte „sterben aus“
Die Wirtschaftskrise zieht in Deutschland immer weitere Kreise. Und so ist es auch kein subjektiver Eindruck, dass immer mehr Geschäfte in den deutschen Innenstädten verschwinden. Das Ladensterben, mit dem die Städte zu kämpfen haben, weitet sich immer mehr aus, sodass die Menschen vor Ort immer weniger Vielfalt geboten bekommen. Im Gegensatz dazu boomt der Online-Handel und löst eine wahre Kettenreaktion aus. Verschwindet nämlich ein bekannter Laden, folgen ihm meist weitere. Dies ist nicht nur für die Händler besonders bitter, sondern auch für die Bewohner.
Deutsche Innenstadt verliert Modehaus – keine andere Lösung in Sicht
Nun wird es für eine weitere deutsche Innenstadt bitterer Ernst, denn sie verliert ein bekanntes Modehaus. In Pirmasens schließt das Modegeschäft Niebel. Ursprünglich fanden Kunden bis 2016 dort das Modehaus Adler vor. Der Inhaber Bernd Adler fand jedoch keinen Nachfolger und vermietete das Objekt an Niebel. Schon im Sommer letzten Jahres hatte das Modehaus angekündigt, die Filiale schließen zu wollen.
Da sich bislang in dieser Richtung jedoch nichts tat, hofften sowohl Mitarbeiter als auch Bewohner, dass das Modehaus bleiben würde. Indessen hat der derzeitige Geschäftsbetreiber Bernd Niebel jedoch angekündigt, das Geschäft bis zum 31. August dieses Jahres zu schließen. Laut Adler habe man eine Lösung gesucht, um die Schließung zu verhindern. Niebel sieht dies jedoch anders. Es wäre nicht die feine Art, auf schon hohe Mieten noch einmal 22 Prozent draufzuschlagen. Deswegen sehe man keine andere Möglichkeit. Da sich bislang weder die Mitarbeiter von Niebel noch ein anderes Modehaus zur Übernahme bereit erklärt haben, steht nun vollkommen offen, wie es mit der Immobilie weitergeht.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, rheinpfalz.de, niebelmode.de)














