Dicke Äste im Wald einfach sammeln – es drohen Strafen

Zwei Mädchen sammeln bei einem Waldspaziergang Äste.
Symbolbild © istockphoto/sarra22

In Zeiten der Energiekrise greifen viele wieder auf Holz zurück. Doch Brennholz ist teuer geworden und viele gehen in den Wald sammeln.

Die Nachfrage nach Brennholz ist so hoch wie lange nicht mehr. Dementsprechend sind auch die Preise gestiegen. Der ein oder andere Ofenbesitzer geht sein Holz daher lieber selbst im Wald sammeln. Dies ist jedoch keine gute Idee.

Holz im Wald sammeln ist Diebstahl

Wer sein Brennholz selbst im Wald sammelt, begeht eine Straftat. Denn jeder Quadratmeter Wald gehört jemandem. Entweder einem privaten Waldbesitzer, einer Gemeinde oder dem Freistaat. Dies erklärt eine Försterin. Einfach Holz mitzunehmen, wie etwa dicke Äste, bei der Waldarbeit zurückgebliebene Baumkronen oder sogar zum Transport bereit liegende Stämme, stellt eine Straftat dar – nämlich Diebstahl.

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Auch Zweige und Stecken, die überall im Wald herumliegen, darf man nicht einfach in Mengen zusammentragen und mitnehmen. Diese dünnen Äste und Totholz sollen gezielt im Wald liegen bleiben, denn sie liefern wertvolle Nährstoffe für die nächste Waldgeneration. Deswegen wird der Wald nicht mehr großflächig ausgeräumt, nur um sauber auszusehen.

Forste sind Erholungsraum

Es geht dort also nicht ausschließlich um Naturschutz und Holznutzung. Daher muss auch keiner Angst haben, wenn die Kinder beim Spaziergang mit den Stöcken im Wald spielen. Zudem dürfen sich auch Spaziergänger ein paar dünne Äste oder eine skurrile Wurzel zu Dekorationszwecken mit nach Hause nehmen. Doch wo ist die Grenze?

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Die Menge an Stöcken und Zweigen, die man mitnehmen darf, wird als „Handstrauß“ angegeben. Also alles, was man in einer Hand tragen kann, darf gesammelt werden und wird nicht als Diebstahl gewertet. Ofenbesitzer sollten sich unbedingt an diese Regel halten. Ansonsten begehen sie eine Straftat und diese wird entsprechend geahndet.

Zudem lohnt es sich auch nicht, ein solches Leseholz zum Heizen zu sammeln. Dies betont eine Försterin. Denn zum Einheizen sind die feuchten, oft verfaulten oder morschen Äste gar nicht geeignet.