
Das Jahr 2026 beginnt mit der Schließung zahlreicher Standorte. Auch Edeka, Rewe und Kaufland schließen Filialen. Was den Kunden merkwürdig vorkommen mag, verfolgt jedoch eine bestimmte Strategie.
Bereits seit letztem Jahr zeigt sich ein Bild bei den Supermärkten und Discountern, das bei den Kunden ein mulmiges Gefühl hinterlässt. Große Supermarktketten wie Edeka und Kaufland schließen einige ihrer Filialen. Dahinter steckt jedoch eine bestimmte Strategie.
Filialen schließen: Auch große Ketten müssen sparen
Millionen von Menschen gehen jeden Tag in den zahlreichen Supermärkten und Discountern einkaufen. Und das ist selbstverständlich, denn wir alle brauchen Kosmetika, Hygieneartikel und vor allem Getränke und Lebensmittel. Da erscheint es auf den ersten Blick kaum verständlich, wieso gerade auch die großen Supermarktketten zahlreiche Filialen schließen.
Doch hinter einem Lebensmittelmarkt steckt ein anderes Kalkül, klären Experten auf. Denn im Lebensmittelhandel sind die Margen äußerst gering. Das bedeutet, dass die Märkte beim Verkauf von Lebensmitteln nur einen vergleichsweise niedrigen Gewinn machen. Deshalb kommt es gerade hier auf die Masse an Käufen an. Doch genau hier scheint das Problem zu liegen.
Edeka und Kaufland schließen Standorte aus wirtschaftlichen Gründen
Zu den großen Supermärkten, die zahlreiche Filialen schließen, zählen auch Edeka, Kaufland und Rewe. Edeka hat bereits in diesem Jahr 37 Filialen geschlossen und zehn neue eröffnet. Damit verliert die Supermarktkette 27 Filialen. Auch Kaufland verliert einige Standorte. Besonders betroffen sind die Kunden in Bayern und Baden-Württemberg. Netto schloss ebenfalls fünf Filialen in diesen beiden Bundesländern. Auch Rewe schließt 21 Standorte und eröffnet zeitgleich sieben neue Filialen.
Diese Veränderung spiegelt das Verhalten der Kundschaft wider, so die Supermärkte und Discounter. Regelmäßig werden jeden Monat 1.600 Kunden zu ihrem zukünftigen Kaufverhalten befragt. Diese Werte sollen dann für die nächsten drei Monate gelten. Bislang habe die Kauflaune im Gegensatz zu Dezember wieder leicht zugenommen. Dennoch zeigen sich die Verbraucher weiterhin verunsichert und wollen lieber sparen. Deshalb geben sie auch nicht so viel in den Märkten aus wie sonst. Genau auf diese Situation wollen sich die Supermärkte und Discounter einstellen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Lebensmittel Zeitung, Handelsverband Deutschland)














