Dieses alte Teil aus Omas Küche ist heute über 1400 Euro wert

Eine gemütliche Küche im Retro-Look. Der Boden besteht aus schwarz-weiß karierten Fliesen. In der Küche stehen Holzmöbel und ein türkisfarbener Kühlschrank.
Symbolbild © istockphoto/Eoneren

Dieses unscheinbare Teil aus Omas Küche steht in vielen Haushalten noch herum – und könnte heute plötzlich über 1.400 Euro wert sein, ohne dass es jemand ahnt.

Dieses unscheinbare Küchenstück aus den 50ern stand früher in fast jedem Haushalt – heute zahlen Sammler dafür viel Geld.

Hierfür zahlen Sammler heute ein kleines Vermögen

In vielen Haushalten liegt er noch ganz hinten im Schrank: dieser eine Gegenstand aus der guten alten Zeit, den niemand so richtig beachtet. Doch genau solche Küchenstücke sorgen derzeit bei Sammlern für glänzende Augen und erstaunliche Preisrekorde. Und wer jetzt an edles Porzellan oder versilberte Bestecke denkt, liegt zwar thematisch richtig – aber völlig daneben, was den aktuellen Wirbel betrifft. Im Mittelpunkt des Interesses steht überraschenderweise kein Luxusgeschirr, sondern buntes Pyrex-Glas aus den USA. Die hitzebeständigen Schüsseln und Auflaufformen mit ihren typischen Retro-Mustern waren in den 1950er und 1960er Jahren in nahezu jeder Küche zu finden. Damals Massenware – heute begehrte Sammlerstücke.

Besonders heiß handelt man mit kompletten Sets und seltenen Designs wie „Butterprint“, „Pink Daisy“ oder „Colonial Mist“. Vor allem eine Cinderella-Rührschüssel im türkisfarbenen Butterprint-Muster sorgte für Aufsehen. Sie wurde laut Medienberichten für rund 1.525 US-Dollar verkauft – umgerechnet etwa 1.400 Euro. Der Grund für den Hype ist simpel. Das Glas gilt als extrem robust, und die nostalgischen Pastellmuster treffen genau den aktuellen Retro-Trend. Doch Experten warnen: Nur wenige Stücke erreichen wirklich solche Preise. Zustand, Seltenheit und Vollständigkeit entscheiden über den Wert.

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Zwischen Millionenauktion und Küchenfund

Während Pyrex für Überraschungen im dreistelligen oder niedrigen vierstelligen Bereich sorgt, spielt sich am oberen Ende des Sammlermarkts eine ganz andere Liga ab. Ein berühmter „Chicken Cup“ wurde 2014 für 36 Millionen US-Dollar versteigert. Zu den weltweit teuersten Porzellanobjekten zählen häufig Stücke aus der Ming- und Qing-Dynastie. Solche Objekte befinden sich heute jedoch fast ausschließlich in Museen oder hochspezialisierten Privatsammlungen – realistisch besitzt sie kaum jemand zu Hause.

Für die meisten Sammler sind daher historische europäische Manufakturen deutlich greifbarer. Gut erhaltene Services aus dem 19. und 20. Jahrhundert können – je nach Marke, Serie, Zustand und Vollständigkeit – ebenfalls mehrere hundert bis mehrere tausend Euro wert sein.

(Quellen: Sammlerbörsen, Antiquitätenhändler, Auktionen, dpa)