
Erneut muss ein Unternehmen die Segel streichen. Ein Discounter ist insolvent. Damit steht jede 4. Filiale vor einer Schließung. Denn so wie es bislang läuft, besteht wohl keine Hoffnung.
Erneut müssen Mitarbeiter ihre Hoffnung auf Weiterbeschäftigung wohl aufgeben. Denn ein Discounter, der sich in Deutschland großer Beliebtheit erfreute, ist insolvent. Jede 4. Filiale soll wohl geschlossen werden.
Konkurrenzdruck und Sparverhalten der Kunden – Markt knickt ein
Die Pleitewelle schwappt weiter über Deutschland hinweg und reißt einen Discounter mit sich. Ursprünglich wurde das Unternehmen 1993 in Ostdeutschland gegründet und erfreute sich großer Beliebtheit. Mit günstigen Preisen für Non-Food-Artikel lockte die Kette jedes Jahr Millionen Menschen in die Filialen. Hier gab es besonders günstig Haushaltsartikel, Kosmetika und viele andere Dinge, die man jeden Tag benötigt. Und die Preise konnten sich durchaus sehen lassen. Allein der Name der Discountkette verriet schon, dass man hier viel für wenig Geld bekam. Pfennigfuchser gingen hier gerne ein und aus. Doch damit ist schon seit einiger Zeit wohl Schluss.
Denn der Konkurrenzdruck ist groß und kommt wieder einmal aus dem Internet. Inzwischen können die Verbraucher nahezu alles zu kleinen Preisen shoppen. Die Fabriken in Fernost machen es möglich und verdrängen den stationären Handel. Aufgrund der unsicheren Lage halten die Menschen ihr Geld zusammen und sind nicht mehr so konsumbereit.
Discounter ist insolvent: Filialen können nicht mehr
Im Dezember letzten Jahres hatte die DEC Handelsgesellschaft mbH Insolvenz aus eben diesen Gründen angemeldet. Wem dieser Name nichts sagt: Den Groschenmarkt kennen bestimmt viele Ostdeutsche noch. Mit 41 Filialen in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zählte der Groschenmarkt zu den beliebtesten Discountern, wenn es um Non-Food-Produkte ging. Doch die Umsatzzahlen gingen drastisch zurück, und so suchte die DEC neue Investoren für die 41 Filialen.
Gefunden hat sich bislang niemand, der den Groschenmarkt übernehmen will. Interesse besteht an den Ladenflächen. Die Interessenten wollen auf diesen jedoch ihre eigenen Strategien verfolgen und die eigenen Märkte erweitern. Damit steht es auch schlecht um die 190 Angestellten. Wenn das zuständige Amtsgericht am 1. April das Insolvenzverfahren eröffnet, können Interessenten Angebote machen und Verträge schließen. Daneben sollen die Warenbestände komplett verkauft werden, heißt es. Nach bisherigem Interessensstand muss jede 4. Filiale wohl schließen. Von den Schnäppchenpreisen könnten die Kunden noch profitieren. Die Marke geht jedoch wohl in die Geschichtsbücher ein.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














