Drastische Schritte: Bekannte Bank macht Hunderte Filialen dicht

Ein großes weißes Gebäude mit dem Postbank-Logo und Briefkästen daneben. Einige Postbank-Filialen mussten schließen. Einige Kunden gehen in die Filiale, andere stehen davor.
Symbolbild © istockphoto/BalkansCat

Das sind in der Tat ziemlich extreme Maßnahmen. Hunderte Filialen schließt diese bekannte Bank jetzt mit einem Mal. Die Auswirkungen auf die Finanzwelt sind massiv.

Es sind nicht nur ein oder zwei Standorte, sondern direkt Hunderte Filialen, die diese Bank jetzt dichtmacht. Kunden sind zum Teil entsetzt, wie ein solch renommiertes Unternehmen so etwas nur tun kann.

Bankkunden fühlen sich vor den Kopf gestoßen

Die Finanzwelt befindet sich generell in Zeiten großen Umbruchs. Unter anderem die Sparkasse hat soeben erst ein neues Bezahlsystem eingeführt. Ob man dieses nutzen möchte, sei jedem selbst überlassen. Wenn allerdings Hunderte Filialen der eigenen Bank schließen, hat man keine Wahl. Kontoinhaber fühlen sich hier vor den Kopf gestoßen. Viele von ihnen haben über Jahre hinweg eine vertrauensvolle Beziehung zu ihrer Filiale aufgebaut. Immerhin ein kleines Trostpflaster möchte die Postbank ihren Kunden spenden. Doch wie sehr tröstet dieses wirklich?

Die Schließung Hunderter Filialen ist letztlich der Deutschen Bank zuzuschreiben, welche der Mutterkonzern der Postbank ist. Sage und schreibe 230 Standorte der Tochter sollen wegfallen. Das entspricht fast einer Halbierung. Wie kommt das Unternehmen auf solche waghalsigen Maßnahmen, die schon einer Selbstauflösung gleichen? Während den Postbank-Kunden deutschlandweit zurzeit 550 Standorte zur Verfügung stehen, werden es im Sommer 2026 nur noch 320 sein. Ob man dann noch eine Filiale der Bank in seiner Nähe findet, beruht auf purem Glück. Diejenigen, die auf persönliche Beratung und den direkten Kontakt angewiesen sind, werden besonders hart getroffen. Zwar arbeitet man jetzt daran, sogenannte Beratungszentren zu errichten. Aber wenn man einmal die Zahlen vergleicht, geht diese Rechnung schlichtweg nicht auf.

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Vor allem langjährige Banknutzer sind schwer enttäuscht

Es fallen also Hunderte Filialen der bekannten Bank weg – während nicht mehr als elf neue Beratungszentren eröffnen sollen. Die Postbank möchte nämlich ihr Angebot, so heißt es, digitaler gestalten. Doch wenn wir ehrlich sind, geht es wohl darum, Geld zu sparen. Natürlich erledigen mehr und mehr Menschen ihre Bankgeschäfte mittlerweile online. Aber die Schließung von 230 Filialen mit der Eröffnung von elf Beratungszentren schönzureden, ist leider nicht ganz ehrlich. Denn diese Zentren entstehen in Großstädten wie Hamburg und Berlin. Die hunderte Filialen der Bank schließen allerdings überall – in Städten, Dörfern und ländlichen Regionen. Besonders ältere und weniger technikaffine Kunden fühlen sich verständlicherweise im Stich gelassen, auch, wenn die Postbank auf ihre eigenen Finanzen achten muss. Die Welt der Finanzen hingegen nur noch in die Großstädte zu monopolisieren, ist allerdings kein Weg, um den eigenen langjährigen Kunden von überall her, zu danken.