Drohender Blackout: Bargeldreserve für alle Haushalte gefordert

Viele deponieren ihr Bargeld in einem Versteck zuhause. Hier legt eine Person, die nicht zu erkennen ist, gerade einige Geldscheine unter die Matratze.
Symbolbild © istockphoto/AndreyPopov

Experten empfehlen eindringlich, dass alle Haushalte eine Bargeldreserve haben sollten. Demnach sollte man einen bestimmten Betrag sicher zuhause lagern, um in einem Notfall sofort handlungsfähig zu bleiben.

Für die ältere Generation ist es eine Selbstverständlichkeit, immer genügend Bargeld zur Verfügung zu haben. Diese kennen es wohl noch aus der Nachkriegszeit und haben die entsprechende Vorsicht übernommen. Doch auch jetzt raten Experten dazu, dass alle Haushalte eine Bargeldreserve parat haben sollten.

Entgegen aller Technik: Haushalte brauchen Bargeld

Laut statistischen Erhebungen bezahlt bereits über die Hälfte der Bevölkerung mit anderen Methoden als mit Bargeld. Die jüngeren Generationen greifen lieber auf bargeldlose Methoden zurück. Dazu zählen das Bezahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch, mit Paypal, der EC-Karte oder einer Kreditkarte. Diese Bezahlarten gehen schnell und kontaktlos. Insbesondere in der Corona-Krise haben sich diese Methoden sehr bewährt und sind an Beliebtheit kaum zu übertreffen. Doch entgegen dieser digitalen Entwicklung raten Experten jetzt dazu, dass man Bargeld zu Hause haben sollte.

Bargeldreserve für alle Haushalte: So viel sollte man zuhause haben

Die Szenarien erscheinen wie aus einem Science-Fiction-Film, sind jedoch wohl augenscheinlich gar nicht so weit weg von der Realität. Denn wenn wir alle nur noch digital bezahlen und nichts Materielles mehr in der Hand haben, machen wir uns abhängig von den Systemen, die die digitalen Zahlungsmethoden in Gang halten. Experten sprechen jedoch immer wieder von einem Szenario, in dem dieses System gehackt und zerstört wird. Was passiert dann mit all unserem Geld?

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Aufgrund solcher Szenarien raten Experten immer dazu, dass man einen bestimmten Betrag zu Hause zur Verfügung hat. Es gibt keinen konkreten Betrag, zu dem die Fachleute raten. Jedoch sollte dieser Bargeldvorrat für einige Tage reichen. Wie hoch dieser ist, hängt wesentlich davon ab, wie viele Menschen in dem Haushalt wohnen. Generell kann man jedoch von ca. 500 Euro ausgehen, je nachdem, wie viel man für seinen Haushalt pro Tag benötigt. Es kann einige Tage dauern, bis das System in einem solchen Blackout wieder läuft. Bis dahin sollte man auf jeden Fall hinkommen. Zudem raten Fachleute dazu, diesen Betrag in kleineren Scheinen abzuheben und sicher vor Einbrechern zu verstecken.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)