
Es ging bereits bergab, doch nun kommt es offenbar noch härter. Bei Bosch ist ein Milliarden-Sparkurs geplant, der Auswirkungen auf die Mitarbeiter des Konzerns hat. Das Vorgehen wird scharf kritisiert – und für die Beschäftigten beginnt eine Zitterpartie.
Die Ankündigung sorgt für viel Wirbel, Verunsicherung und Kritik: Bosch will zusätzlich sparen. Dafür greift der Konzern offenbar zu harten Maßnahmen, behält jedoch wichtige Details für sich. Jetzt gibt es Gegenwind.
Milliarden-Sparkurs bei Bosch wirkt sich auf Zukunft der Belegschaft aus
Die Autoindustrie leidet weiterhin. Zulieferer wie Bosch bekommen die Auswirkungen zu spüren. Eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zeigt jetzt in Zahlen, wie es um die Zukunft der Arbeitsplätze der Beschäftigten in der Branche steht: Bis 2030 droht der Wegfall von bis zu 90.000 Stellen. Indessen wird auch noch einmal deutlich, wie groß der Preis- und Wettbewerbsdruck beim Technologieriesen Bosch tatsächlich ausfällt und dass er wohl drastische Folgen für die Belegschaft hat.
Beschäftigte müssen weiterhin zittern
Bereits zuvor hatte der Konzern Sparmaßnahmen angekündigt und Stellen abgebaut. An der Zahl sind es 9.000, doch das Ende ist es offenbar nicht, wie jetzt deutlich wird. Erneut spricht der weltweit größte Autozulieferer von Einsparungen. Das große Ziel lautet, jedes Jahr 2,5 Milliarden Euro weniger auszugeben. Ein Grund für weitere Maßnahmen ist das verfehlte Renditeziel für 2024. Der Umsatz des Konzerns ist insgesamt etwas gesunken. Mit der Ankündigung, weitere Einsparungen vorzunehmen, stößt Bosch auf Gegenwind. Vor allem die Arbeitnehmervertretung kritisiert das Vorgehen.
Konkrete Zahlen rund um einen weiteren Stellenabbau gibt es bisher nicht ‒ nur die Erklärung, dass gespart werden muss. Der Betriebsrat wirft dem Konzern deshalb Intransparenz vor und fordert Details. Wie lange die Beschäftigten tatsächlich warten müssen, um Gewissheit zu bekommen, bleibt vorerst allerdings unklar. Grundsätzlich darf Bosch bis 2027 keine Kündigung aufgrund von wirtschaftlicher Not aussprechen. Das wurde bereits 2023 beschlossen. Trotzdem existieren Wege, um Stellen abzubauen. Denn es gibt Schlupflöcher wie beispielsweise Abfindungen, die der Autozulieferer seinen Arbeitnehmern anbieten darf ‒ und diese kommen zukünftig mit großer Wahrscheinlichkeit auch zum Einsatz.














