
Ein kleiner Ort macht etwas vor, an dem sich andere ein Beispiel nehmen könnten, denn er wird fast vollständig mit Solarenergie betrieben. Die Bewohner sind zufrieden und die Umwelt ebenso.
Deutschland struggelt mit den Klimazielen, die es sich selbst gesteckt hat. Und scheint von diesen noch weit entfernt. Ein kleines Dorf jedoch hat ein Ziel bereits erreicht, denn es wird fast vollständig mit Solarenergie betrieben.
Deutschland und die Klimaziele: So steht es um das Erreichen der Vorgaben
Deutschland hat sich Klimaziele gesteckt, die so mancher Experte durchaus als ehrgeizig bezeichnen würde. Gegenüber 1990 sollen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 54 Prozent sinken. Bis 2050 sogar um 88 Prozent. Klimaneutralität will das Land bis 2045 erreicht haben. Unter Klimaneutralität versteht man dabei, dass nur so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, die natürlich oder technisch wieder gebunden werden können. Restemissionen, die unvermeidbar sind, sollen durch natürliche Senken ausgeglichen werden. Laut bisherigen Prognosen soll Deutschland die Ziele knapp erreichen. Ein kleines Dorf schreitet jetzt jedoch voran.
Fast vollständig mit Solarenergie betrieben: So wird ein kleiner Ort zum Vorbild
Ein kleiner Ort jedoch erreicht die Klimaziele bereits heute. Zumindest jenes für das Jahr 2045. Das 800-Seelen-Dorf Bracht erzeugt bereits heute 70 Prozent seiner Energie über Solar. Diese Idee entstand aus einem Problem heraus, für das das Dorf nun eine klimafreundliche Lösung fand.
Das Problem: Viele der Häuser in dem Dorf sind alt und die meisten Fachwerkhäuser. Eigentlich hätten diese saniert werden müssen, um den aktuellen Energiegesetzen genüge zu tun. Dies wäre jedoch nicht nur sehr teuer geworden, sondern bei vielen Häusern auch nicht möglich gewesen. Deshalb entschieden sich die Einwohner für eine gemeinsame statt eine Einzellösung. Sie schufen einen Platz von 12.900 Quadratmetern, auf der sie in sonnenintensiven Monaten die Energie als Solarenergie speichern. Im Winter, wenn mehr Energie gebraucht wird, schöpft das Dorf aus diesem Speicher. Auch Energiespitzen werden unkompliziert angefangen, sodass kein Bewohner verzichten muss. Fest steht jedoch: Was für das kleine Dorf funktioniert, funktioniert natürlich nicht für größere Gemeinden. Dennoch können diese sich einige Punkte abschauen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














