Durchgesickert: Beamte sollen bald deutlich mehr Geld kassieren

Auf einem Haufen voller Euro-Scheine steht ein Stempel mit dem Schriftzug "Beamte". In dem Haufen befinden sich 5-Euro-Scheine, 10-Euro-Scheine, 100-Euro-Scheine und 200-Euro-Scheine.
Symbolbild © imago/Steinach

Sie dürfen sich auf eine ordentliche Summe freuen: Beamte sollen deutlich mehr Geld kassieren. Eine Entscheidung des Bundeskabinetts hat jetzt den Weg dafür geebnet. Zugleich werden die Stimmen nach einer Reform des Beamtenstatus lauter. 

Schon bald soll das Geld fließen, auf das Beamte sehnsüchtig gewartet haben. Damit rückt ein entscheidender Schritt näher. Das heizt erneut Diskussionen rund ums Beamtentum an.

Beamte sollen mehr Geld kassieren ‒ jetzt gibt’s neue Details zur Entwicklung

Sie müssen keine Sozialabgaben zahlen, genießen Arbeitsplatzsicherheit und bekommen eine attraktive Pension. Wer im Staatsdienst tätig ist, hat einige Vorteile ‒ und einer davon macht sich bald auf dem Konto bemerkbar. Denn Bundesbeamte profitieren von einer aktuellen Besoldungserhöhung, die beschlossen wurde. Unterdessen werden die Stimmen nach einer Reform im Beamtentum wieder lauter: Um Kosten zu sparen, solle es deutlich weniger Beamte geben. Hohe Ausgaben hat der Staat unter anderem durch die Beamtenpensionen.

Rund 1,8 Millionen Beamte hat Deutschland, die auch einige Schattenseiten kennen, welche in öffentlichen Diskussionen manchmal keinen Platz finden. Was viele zum Beispiel nicht ahnen: Beamte haben schlichtweg kein Recht zum Streiken. Wenn sie Mehrarbeit leisten müssen, muss diese außerdem nicht bezahlt werden. Klar ist allerdings auch, dass die Besoldung regelmäßig angepasst wird. Als Grundlage für die nächste Erhöhung dient der Tarifabschluss der Angestellten im öffentlichen Dienst (TVöD). Dabei gibt es einen Haken.

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Dreistellige Beträge: Ordentliches Plus für Bundesbeamte

Im April 2025 wurde zwar ein Tarifabschluss vereinbart, doch die Erhöhung gilt nicht automatisch für Beamte. Sie ist zunächst nur für Angestellte im öffentlichen Dienst wirksam. Damit Bundesbeamte profitieren, ist ein spezielles Gesetz notwendig. Nun wurde vom Bundeskabinett vorerst eine Abschlagszahlung beschlossen. Das bedeutet, dass schon ab Dezember 2025 das erste Geld fließen soll. Weil es sich um rückwirkende Zahlungen ab dem 1. April handelt, ist mit Summen im dreistelligen Bereich zu rechnen. Die Bezüge erhöhen sich um mindestens drei Prozent ‒ und ab Mai 2026 gibt es dann noch einmal eine Erhöhung. Sie beläuft sich auf 2,8 Prozent.