
In Deutschland soll wohl doch die Pflicht-Musterung kommen. Eine weitere Partei hat sich hierfür nun ebenfalls ausgesprochen. Während die Bundesregierung in ihren Plänen schon einen Schritt weiter scheint, kritisieren andere Parteien dieses Vorgehen.
Deutschland fehlt es an Tausenden von Soldaten. Im Ernstfall könnten wir uns nicht verteidigen. Deshalb ist nun durchgesickert, dass die Pflicht-Musterung in Deutschland kommen soll.
Bundesregierung hat große Pläne: „Bundeswehr muss aufstocken“
Einige Experten hatten immer wieder auf diesen Ernstfall hingewiesen. Doch so richtig klar erschien es den meisten wohl erst, als 2022 der Ukraine-Krieg begann. Im Falle eines Krieges könnte man sich in Deutschland überhaupt nicht verteidigen. Nicht nur, dass der deutschen Bundeswehr ca. 20.000 Soldaten fehlen, auch die Ausrüstung ist deutlich in die Jahre gekommen und erfüllt schon längst nicht mehr die technischen Standards. Kritiker sehen das Hauptproblem in der Abschaffung der Wehrpflicht im Jahr 2011 und fordern, diese so schnell wie möglich wieder einzuführen. Dies will die Bundesregierung gleich mit dem neuen Jahr ermöglichen. Im Gespräch war zudem, dass auch die Jahrgänge 1993 bis 2007 zur Musterung sollten, was auf breite Ablehnung auch innerhalb der Regierung stieß.
Pflicht-Musterung soll kommen: Partei spricht sich dafür aus
Auf dem Parteitag der Grünen haben sich viele wichtige und höchst brisante Themen ergeben, Themen, die auch die Bundesregierung lieber aufschiebt, weil sie noch zu keinem Ergebnis gekommen ist. Eines dieser Themen betrifft die Wehrpflicht und die Musterung. Letztere verpflichtend zu machen, dafür sprechen sich die Grünen aus. Schließlich müsse man wissen, wo potenzielle Landesverteidiger wohnen und ob sie zum Dienst an der Waffe überhaupt fähig sind.
Alles andere soll bislang jedoch freiwillig bleiben. Zwar sprechen sich die Grünen für eine Pflicht-Musterung aus, jedoch nicht für eine Wehrpflicht. Diese soll weiterhin auf Freiwilligkeit beruhen. Dagegen wolle man jedoch prüfen, ob nicht in anderen Bereichen ein verpflichtendes Jahr eingeführt werden soll, zum Beispiel im zivilen oder sozialen Bereich. Auf diese Weise könnten die jungen Menschen, und insbesondere die Männer, trotzdem etwas für Deutschland tun. Einen endgültigen einheitlichen Kurs hierzu gab es jedoch noch nicht.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, AFP, Süddeutsche, Spiegel)














