Ebola breitet sich aus – Tausende Tote und Fälle bis Deutschland

Auf dem Bild stehen zahlreiche Personen in grünen Schutzanzügen, Gummistiefeln, Masken und Handschuhen draußen im Wald. Sie wirken wie ein Einsatzteam, vermutlich bei einer Übung oder Notfallmaßnahme.
Symbolbild © imago/Markus Matzel

Die aktuelle Epidemie weckt Erinnerungen an die tödliche Krise 2014: Ebola breitet sich immer weiter aus. Das Virus wurde vom Tier auf den Menschen übertragen. Jetzt häufen sich die Fälle ‒ und nicht alle Menschen überleben die neue Infektionswelle.

Einige können sich erholen, andere überleben den Erreger nicht. Das Ebolafieber sorgt erneut für Angst und Schrecken. Die Zahlen steigen rasant.

Tausende Menschen sind tot: Ebola breitet sich immer weiter aus

Wer sich mit Ebola infiziert, fühlt sich müde, fiebrig und schlapp. Zu Beginn verspüren Betroffene zumeist noch vergleichsweise harmlose Symptome wie Kopfschmerzen. Schreitet die Erkrankung voran, kommt es allerdings zu Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Manchmal versagen die Organe ‒ und es tritt der Tod ein. Die aktuelle Variante, die Wissenschaftler als Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) bezeichnen, breitet sich seit Mai 2026 in der Demokratischen Republik (DR) Kongo aus.

Im Vergleich zum Zaire-Ebolavirus (EBOV), das weitaus bekannter ist, sterben nach aktuellem Stand weniger Menschen an den Folgen der Infektion. Dennoch sind die Zahlen der Epidemie alarmierend: Fast 7.000 Personen haben sich bereits infiziert. Tausende konnten nicht überleben. Es wurden über 3.000 Tode registriert. Nach Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fehlen zahlreiche Gesundheitsfachkräfte, um alle Betroffenen ausreichend gut versorgen zu können.

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Was die Epidemie für Deutschland bedeutet

Weil es in Deutschland bessere Behandlungsmöglichkeiten gibt, werden hierzulande zwei US-amerikanische Ebola-Patienten in speziellen Zentren in Sonderisolierstationen betreut. Fachleute erklären, dass aufgrund der strengen Standards in der Medizin allerdings keine Gefahr für Menschen in Deutschland ausgeht. Demnach ist eine Ansteckung mit dem Virus äußerst unwahrscheinlich. Sie erfolgt üblicherweise über infiziertes Sekret. Das können zum Beispiel Speichel, Urin oder Blut sein.

Noch gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Bundibugyo-Ebolavirus. Bislang ist lediglich ein Mittel gegen das Zaire-Ebolavirus freigegeben, welches derzeit auch im Kampf gegen die aktuelle Variante zum Einsatz kommt. Bereits 2014 gab es einen schweren Ebola-Ausbruch, der damals in Westafrika stattfand. Nach WHO-Angaben wurden über 28.000 Menschen infiziert. Mehr als 11.000 Personen starben an den Folgen. Auch die neue Epidemie könnte zahlreichen weiteren Personen in den kommenden Wochen das Leben kosten.

(Quellen: WHO)