Echt viel: Erste Bürgergeld-Empfänger bekommen über 5.000 Euro

Eine Frau umarmt einen Stapel Geld.
Symbolbild © istockphoto/Christian Peters

Im Netz tauchen jetzt Berichte auf, die besagen, dass gewisse Empfänger ein Bürgergeld von über 5.000 Euro erhalten haben. Da fragt man sich schon, warum man eigentlich arbeiten geht. Die ganze Wahrheit.

Da muss doch irgendetwas faul sein, denkt man sich. 5.000 Euro Bürgergeld – das kann einfach nicht stimmen. Dabei ist das die reine Wahrheit. Tatsächlich hat eine Familie diese Summe monatlich über insgesamt ein halbes Jahr lang vom Staat ausgezahlt bekommen. Die Begründung für diese extrem spendablen Ausgaben ist so überraschend wie plausibel.

Extrem hohe Auszahlung für Familie

Seit Januar 2023 ersetzt das Bürgergeld die Hartz 4-Leistungen in Deutschland. Manchmal kommt es dabei zu kuriosen Zahlungen. Dennoch: Über 5.000 Euro Bürgergeld hat diese ukrainische Familie ganze sechsmal eingeheimst. Wie konnte es dazu kommen? Zwar ist das Geld vom Staat für bedürftige Personen da, und eine Flüchtlingsfamilie ist das ganz gewiss. Trotzdem regt es die Leute im Netz auf, dass so eine hohe Summe ausgezahlt wird. Wer soll denn da noch arbeiten gehen?

Einer alleinstehenden Person stehen seit diesem Jahr 502 Euro im Monat zu. Bei einem Paar in einer Bedarfsgemeinschaft sind es 902 Euro. Für Kinder gibt es dann noch einmal Extra-Geld. Und 2024 wird der Staat das Bürgergeld noch einmal um etwa 12 Prozent erhöhen, – aber ganz bestimmt nicht auf über 5.000 Euro.

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Über 5.000 Euro im Monat

Hinter diesen riesigen Auszahlungen steckt eine einfache Erklärung. Als kurz nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine immer mehr Hilfe suchende Menschen in Deutschland ankamen, fehlten schlichtweg Unterkünfte. Man wusste nicht, wohin mit all den Bedürftigen. Wenn die Not groß ist, ist so gut wie jedes Mittel recht, und man kommt auf kreative Ideen. Die besagte Familie aus der Ukraine wurde fürs Erste in einem Hotel untergebracht. Die monatliche Rechnung von 5.000 Euro zahlte der Staat an die Familie. Diese musste aber damit ihre Hotelkosten begleichen.

Seit sich die Diskussion im Internet schließlich beruhigt hat, regt sich schon der Nächste auf,– dieses Mal ist es das Finanzamt. Dass man den offiziellen Bescheid des Bürgergelds öffentlich postete, ist nämlich illegal. Jetzt laufen die Ermittlungen.